Bischöfin Rosemarie Wenner

Bischöfin Rosemarie Wenner

Innehalten - an andere denken

Bischöfin Rosemarie Wenner mit Gedanken zur beginnenden Fastenzeit.

Von Aschermittwoch bis Ostern begleiten Christen und Christinnen Jesus in ihren Gedanken und Gebeten auf seinem Leidensweg. Viele verbinden dies mit besonderen Gebets- und Besinnungszeiten und üben freiwillig Verzicht. Einige probieren es sieben Wochen ohne Alkohol oder Süßigkeiten, Fleisch, Kaffee, Fernsehen oder Autofahren. Sie wollen herausfinden, ob sie frei sind, ihren Lebensstil zu ändern, indem sie statt auf Genuss und Bequemlichkeit auf mehr Solidarität setzen. Gemeinden verabreden Predigtreihen, unterstützt durch Gesprächs- und Bibelkreisen. In diesem Jahr startet die Initiative »Frühling in der Kirche« (www.evangelisationswerk.de/40tagefx/startseite), die anregt, Glauben außerhalb der Kirchentüre zu leben. Mich spricht auch die Aktion der Diakonie an. Unter dem Motto »Innehalten – an andere denken«, lädt sie ein, sich Menschen zuzuwenden, die auf der Flucht sind. Informationen und Vorschläge für Gebete und Spendenprojekte sind unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/gemeinden/aktion-zur-passionszeit zu finden. Ich bin dankbar für Gemeinden und Einzelpersonen, die sich rufen lassen, Gewohntes zu unterbrechen und sich von Jesu Weg inspirieren zu lassen. Die leidenschaftliche Liebe, die Jesus antrieb, befreit aus Selbstsucht und öffnet den Blick für die Mitmenschen in nächster Nachbarschaft und in weiter Ferne. Mit diesem weiten Blick und dem mitfühlenden Herzen werden wir frei, das zu suchen, was verbindet und zum Leben hilft. Gott segne uns auf dem Weg durch die Passionszeit.

Bischöfin Rosemarie Wenner

Foto: Gottfried Hamp, © Referat für Öffentlichkeitsarbeit der EmK