Im Gedächtnisgottesdienst der SJK wurden Nachrufe für die im Konfernzjahr verstorbenen Pastoren und Laienmitglieder verlesen und Kerzen mit den Namen der Verstorbenen entzündet.

Im Gedächtnisgottesdienst der SJK wurden Nachrufe für die im Konfernzjahr verstorbenen Pastoren und Laienmitglieder verlesen und Kerzen mit den Namen der Verstorbenen entzündet.

Jugenddelegierte legen »9,5« Thesen vor

Mit Wachstum zu rechnen und sich verstärkt auf die methodistischen Wurzeln zu besinnen, ist der Tenor des Superintendenten-Bericht an die SJK

Die Süddeutsche Jährliche Konferenz (SJK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Baiersbronn im Schwarzwald beschäftigte sich am Freitag mit Berichten aus den Arbeitsbereichen der Kirche. Am Abend feierte die Konferenz einen Gedächtnisgottesdienst zum Gedenken an verstorbene Hauptamtliche und Laienmitglieder der SJK.

Für Diskussionen sorgte das Strategiepapier, das die Superintendenten im Auftrag der SJK erstellt haben. Auslöser war der Bericht des Ausschusses für Evangelisation bei der SJK-Tagung im vergangenen Jahr, der kontrovers diskutiert worden war. Unter anderem hieß es da, der EmK-Frömmigkeit fehle »eine erkennbare Priorisierung auf Jesus als Herrn«. In ihrem Papier haben die Superintendenten sieben Ziele formuliert, auf die sich die Arbeit der Gemeinden in den kommenden vier Jahren fokussieren sollte. So soll das Ziel im Vordergrund stehen, »Menschen zur Nachfolge Jesu Christi einzuladen«. Die Gemeinden werden ermutigt, mit Wachstum zu rechnen und sich verstärkt auf die methodistischen Wurzeln zu besinnen. Dazu gehöre auch das Studium der Bibel, dem wieder vermehrt Aufmerksamkeit gewidmet werden soll. Außerdem sollten Gemeinden ihre gesellschaftliche Verantwortung erkennen und sich verstärkt sozial engagieren, zum Beispiel in der Geflüchtetenhilfe. Die sieben Ziele gehen von einer Analyse der aktuellen Situation aus und formulieren konkrete Schritte sowie Fragen, mit denen sich die Gemeinden vor Ort in ihren Dienstgruppen befassen sollen. Diesen Fokus auf die Arbeit in den Gemeinden habe man bewusst vorgenommen, erklärte Superintendent Siegfried Reissing. Die Schlussfolgerungen aus dem Bericht werden am heutigen Samstag abschließend diskutiert.

Neben dem Bericht der Superintendenten hatten die Berichte der Konferenzlaienführerin und der Bericht der Jugenddelegierten ähnliche Ausrichtung. Christine Flick, die Konferenzlaienführerin, betonte, dass Gemeinden mit den Kräften und den finanziellen und materiellen Ressourcen haushalten müssten, wenn Veränderungsprozesse gelingen sollen, »niemals jedoch mit unserer Liebe!« Die Jugenddelegierten überraschten die Teilnehmer der Konferenz mit »9,5 Thesen«. Darin fordern sie die Gemeinden beispielsweise dazu auf, mehrmals jährlich Gottesdienste außerhalb der Kirchengebäude zu feiern, oder neue Konzepte für die Auseinandersetzung mit der Bibel zu entwickeln. Im Zuge weniger werdender Kinder und Jugendlicher in den Gemeinden ermutigen sie dazu, dass die Gemeinden den Wert überregionaler Veranstaltungen entdecken und fördern und deshalb Terminüberschneidungen mit solchen Angeboten vermeiden.

Von Personen

Nach neun Jahren als Referent für missionarische Jugendarbeit verlässt Alexander von Wascinski das Kinder- und Jugendwerk. Ihm folgt Klaus Schmiegel, der im Sommer aus Malawi zurückkehrt. Christina Henzler war zwölf Jahre Beauftragte für den Kirchlichen Unterricht. Annika Wolf wurde zur Nachfolgerin gewählt. Zur Aufnahme in die Konferenz wurden Pastor Volker Markowis und Pastorin Stefanie Reinert empfohlen. Sie werden am morgigen Sonntag im Abschlussgottesdienst der SJK in Heilbronn ordiniert. Als Pastoren auf Probe wurden Damian Carruthers, Daniel Knierim und Philipp Markowis aufgenommen. Ebenezer Mensah, Pastor der Ghanaischen Methodistischen Kirche, und Crystal McPhail, Pastorin der Western North Carolina Konferenz aus den USA wurden für die Zeit ihres Dienstes in der EmK in Deutschland als beratende Mitglieder in die SJK aufgenommen.

Gedächtnisgottesdienst

In der evangelischen Marienkirche in Baiersbronn feierte die SJK am Abend einen Gedächtnisgottesdienst. Dabei wurde der im zurückliegenden Konferenzjahr verstorbenen Pastoren Richard Dienlin, Manfred Mössinger und Imanuel Schwarz und der Laienmitglieder Karin Schlagenhauf und Dietrich Humburger gedacht.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: Klaus Ulrich Ruof, © EmK Öffentlichkeitsarbeit