Freiwillige in Louisiana bereiten Hilfsmittel für Säuberungsmaßnahmen zur Auslieferung vor.

Freiwillige in Louisiana bereiten Hilfsmittel für Säuberungsmaßnahmen zur Auslieferung vor.

Katastrophe

Katastrophe »epischen Ausmaßes« in Louisiana

Der Süden der USA ist von Wassermassen überflutet. Auch methodistische Gemeinden sind betroffen. EmK-Bischöfin Cynthia Fierro Harvey bittet um Hilfe.

Bei den massiven Überschwemmungen im Bundesstaat Louisiana Süden der USA wurden mehr als 40.000 Häuser zerstört. Viele Menschen sind in Notunterkünften untergebracht. Die für die Region Louisiana zuständige Bischöfin Cynthia Fierro Harvey aus Baton Rouge berichtet, dass der Start der Hilfsmaßnahmen erschwert war, weil das Gebiet mit der größten Anzahl von ausgebildeten Soforthelfern zu 80% unter Wasser stand. »Es ist eine Katastrophe epischen Ausmaßes«, schreibt sie in einer E-Mail an ihre deutsche Bischofskollegin Rosemarie Wenner. Ein Dutzend EmK-Kirchen seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Aber es gebe auch Zeichen der Hoffnung. Ausgerechnet in Baton Rouge, wo sich vor wenigen Wochen schwere Rassenunruhen ereignet hatten, hätten sich während des Hochwassers bewegende Szenen ereignet. »Wir sahen wie schwarze Polizisten weiße Bürger aus den Fluten trugen und wie weiße Polizisten schwarze Bürger in Sicherheit brachten.«

Das internationale Methodistische Hilfswerk (United Methodist Committee on Relief, UMCOR) berichtet, dass mehrere EmK-Gemeinden zu Schutzräumen umgewandelt wurden, um Flutopfer zu beherbergen. UMCOR arbeitet mit US-amerikanischen Katastrophenschutzorganisationen, dem amerikanischen Roten Kreuz, anderen kirchlichen Hilfsorganisationen und amerikanischen Freiwilligenorganisationen zusammen, um die Not zu lindern. Außerdem hat UMCOR eine langfristige Katastrophenhilfe für die Louisiana-Konferenz der EmK zugesichert. Damit sollen besonders die Regionen, Menschen und Gemeinden unterstützt werden, die in kurzer Zeit nun mehrfach von extremen Unwettern getroffen wurden.

»In unserer Kirche nehmen wir Anteil am Ergehen der Menschen in anderen Konferenzen«, erklärt Bischöfin Wenner. Sie erinnert daran, dass die Methodisten aus Louisiana für den im vergangenen Jahr zur Flüchtlingshilfe in Deutschland eingerichteten EmK-Flüchtlingsfonds gespendet haben. »Heute brauchen sie Hilfe, um ihren von der Flut betroffenen Nachbarn helfen zu können.« Die Spenden könnten Not lindern und seien ein Zeichen dafür, »dass wir in der weltweiten EmK miteinander verbunden sind«.

Foto: Louisiana Anuual Conference

Informationen

Spenden werden über die EmK-Weltmission an UMCOR weitergeleitet:

EmK-Weltmission
IBAN: DE65520604100000401773
Stichwort: Louisiana Fluthilfe

Bei Beträgen bis 200 Euro erkennen die Finanzämter den Einzahlungsbeleg als Quittung an. Bei Nennung der Anschrift (Straße und PLZ) im Feld »Verwendungszweck« wird eine Spendenbescheinigung zugeschickt.