Sie sind hier: Startseite > Meldungen > Meldungen 2016 > 

»Ein Ja finden«

Hier gibt es weitere Informationen zum Kursmaterial zur Aufnahme in die EmK.

Mit »unterwegs« auf dem Laufenden

aktuelle Ausgabe von »unterwegs«
aktuelle Ausgabe von »unterwegs«

Testen Sie die Zeitschrift der Evangelisch-methodistischen Kirche.

undefinedHier können Sie ein Gratis-Heft bestellen.

Öffnet externen Link in neuem FensterHier finden Sie weitere Angebote

Ulrike Scherf, Oliver Schuegraf, Mareile Lasogga, Rosemarie Wenner, Gury Schneider-Ludorff, Thies Gundlach, Walter Fleischmann-Bisten (v.l.n.r.)

Ulrike Scherf, Oliver Schuegraf, Mareile Lasogga, Rosemarie Wenner, Gury Schneider-Ludorff, Thies Gundlach, Walter Fleischmann-Bisten (v.l.n.r.)

Dienstag, 8. März 2016

Konfessionskundliches Institut mit neuer Führung

Mareile Lasogga ist neue Direktorin des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim und löst in dieser Aufgabe Walter Fleischmann-Bisten ab.

Am vergangenen Freitag (4. März) wurde in Bensheim (Hessen) Oberkirchenrätin Mareile Lasogga in ihr Amt als Direktorin des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim eingeführt. Die 50jährige promovierte Theologin ist Nachfolgerin von Walter Fleischmann-Bisten, der Ende des vergangenen Jahres in Ruhestand ging und zuvor neun Jahre Direktor des Instituts war.

»Das Konfessionskundliche Institut ist eine Liebeserklärung an die Vielfalt des Christentums« sagte Thies Gundlach, der Vizepräsident im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), bei der Einführung der Direktorin in ihre neue Aufgabe und unterstrich damit die Bedeutung dieses Instituts für die Ökumene. In der EKD gebe es keine andere Institution, die sich so viel Mühe mache, die anderen Konfessionen zu kennen und zu verstehen, so Gundlach weiter. In ihrer Predigt bezeichnete Lasogga die Kirche als eine Trostgemeinschaft, die über konfessionelle Grenzen und Differenzen hinweg die christlichen Kirchen und Gemeinschaften verbinde. Sie forderte dazu auf, als Gemeinschaft der »Getrösteten und Tröstenden« den Menschen auf der Grundlage des Evangeliums zu sagen, »was sie hoffen dürften«. Angesichts von gesellschaftlichen Ängsten und Verunsicherungen sollten Kirchen »Menschen in ihren Nöten trösten.«

Neben Thies Gundlach wirkten auch Gury Schneider-Ludorff, Präsidentin des Evangelischen Bundes, Neuendettelsau, Ulrike Scherf, stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, und Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche und Vizepräsidentin der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, im Gottesdienst zur Einführung der neuen Direktorin mit.

Mareile Lasogga trat bereits zum 1. Dezember des vergangenen Jahres ihre neue Aufgabe an. Zuvor war sie Referentin für Theologische Grundsatzfragen im Amt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Hannover. Zudem war sie Geschäftsführerin des Theologischen Ausschusses der VELKD und arbeitete in der Kammer für Theologie der EKD und des Theologischen Ausschusses der Union Evangelischer Kirchen mit. In ökumenischer Hinsicht war Lasogga verantwortlich für den Bereich der innerevangelischen Lehrgespräche und Delegierte für die Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa. Seit 2013 fungiert sie zudem als zweite Präsidentin der Luther-Gesellschaft e.V. und gibt zusammen mit Johannes Schilling die Zeitschrift »Luther« heraus. Lasogga wurde in Hannover geboren und studierte evangelische Theologie in Marburg, Göttingen, Lausanne und Bern mit dem Schwerpunkt Systematische Theologie.

Ihr Vorgänger, Walter Fleischmann-Bisten, war seit 2007 Leiter des Konfessionskundlichen Instituts. Zuvor war er als Geschäftsführer und zusätzlich seit 1997 als Freikirchen-Referent im Konfessionskundlichen Institut tätig. Der Schwerpunkt des theologischen Engagements von Fleischmann-Bisten lag in der Annäherung zwischen Freikirchen und Landeskirchen.

Der Evangelische Bund e.V. in Bensheim ist Träger des Konfessionskundlichen Instituts, dem konfessionskundlichen und ökumenischen Arbeitswerk der EKD. Die Arbeit des Konfessionskundlichen Instituts wird zudem von der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Evangelischen Kirche der Pfalz finanziell getragen. Die Fachreferenten im Institut für Catholica, Ostkirchen, Freikirchen, Ökumene und Publizistik, sowie ein externer beratender Mitarbeiter für die Pfingstbewegung, beobachten und kommentieren die aktuellen Entwicklungen in der Ökumene. Das Institut stellt Material bereit für Kirchenleitungen, Ökumene-Beauftragte, ökumenische Einrichtungen, Medien und andere Stellen. Die Bibliothek des Instituts mit über 50.000 Bänden und mehr als 200 Pressediensten und Zeitschriften, die kontinuierlich ausgewertet werden, bildet den Hintergrund für die Arbeit an den konfessionskundlichen Fragen der Gegenwart.

Klaus Ulrich Ruof

Bild: konfessionskundliches-institut.de

Weitere Informationen auf Opens external link in new windowwww.konfessionskundliches-institut.de