Bischof Bruce R. Ough, Präsident des EmK-Bischofsrats.

Bischof Bruce R. Ough, Präsident des EmK-Bischofsrats.

Methodismus international

Bischofsrat benennt Sonderkommission

Für die Sonderkommission »Ein Weg in die Zukunft« werden 32 Mitglieder benannt. Elf Mitglieder kommen von außerhalb der USA. Mit dabei Bischöfin Wenner.

»Nach drei Monaten sorgfältiger und im Gebet getragener Beratungen haben wir acht Bischöfe, elf Laien, zwölf Pastoren und einen Diakon für die Kommission ausgewählt«, erklärte Bischof Bruce R. Ough. Diese Auswahl, so betonte der Präsident des internationalen Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), repräsentiere die theologische Vielfalt der Kirche und spiegle auch die internationalen Verhältnisse darin wider.

Die Kommission wird von drei Bischöfen geleitet: Sandra Steiner-Ball, Bischöfin der West Virginia-Konferenz, Ken Carter, Bischof der Florida-Konferenz, und David Yemba, Bischof der afrikanischen Konferenz Zentral-Kongo. Ihre Arbeit wird die Kommission in Kürze aufnehmen. Einer Pressemitteilung des Bischofsrats zufolge soll die Kommission »Menschen zusammenbringen, die sich zutiefst für die Zukunft der Evangelisch-methodistischen Kirche einsetzen und die offen dafür sind, wie die Zukunft unserer Kirche in einer neuen Verbundenheit und im Zusammenspiel von Generalkonferenz, Jurisdiktionalkonferenzen und Zentralkonferenzen weiterentwickelt werden kann«.

Die Bildung dieser Kommission war angesichts andauernder und unüberbrückbar scheinender Gegensätze in Fragen zur menschlichen Sexualität notwendig geworden. Auf Vorschlag des Bischofsrats hatte die im vergangenen Mai im US-amerikanischen Portland tagende Generalkonferenz die Einsetzung der Kommission beschlossen (emk.de berichtete). Größte Herausforderung für die Beratungen wird sein, einen Weg aus der gegenwärtigen Sackgasse zu weisen, der die Fragen um die menschliche Sexualität und die daraus folgenden Auseinandersetzungen um Einheit und Verbindlichkeit entwirrt. Die Zusammensetzung der Gruppe aus Bischöfen, Laien und Pastoren bildet nach Auffassung des Rates auch gut die Führungsstruktur der EmK ab. Während demnach die Bischöfe für die Leitung der Kirche verantwortlich sind, fassen die Laien und Pastoren an der Generalkonferenz die Beschlüsse. Um Befürchtungen Rechnung zu tragen, dass zu wenige Laien in dieser Kommission beteiligt sein könnten, wurde die Zahl der nominierten Laien noch um weitere drei Personen erhöht. Aus Europa sind die für Deutschland zuständige Bischöfin Rosemarie Wenner und für die Laienseite David Field aus der Schweiz Mitglieder der Kommission.

Bei seiner Herbsttagung vom 30. Oktober bis 2. November in St. Simmons Island im US-Bundesstaat Georgia im Südosten der USA, wird der Bischofsrat den Termin der außerordentlichen Generalkonferenz festlegen. Außerdem wird der Bischofsrat vorschlagen, wie die Beratungen der Sonderkommission auf eine noch breitere Basis gestellt werden könnten, indem in den Jährlichen Konferenzen »Hunderte von Laien und Pastoren« in den Prozess mit einbezogen werden.

Klaus Ulrich Ruof

Foto: Mike DuBose, UMNS

Links:

Übersicht über die Zusammensetzung der Kommission
Pressemeldung des Bischofsrats

Weitere Informationen

Der internationale Bischofsrat der EmK – Der Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche beaufsichtigt und fördert die zeitlichen und geistlichen Anliegen der Gesamtkirche und sorgt für die Durchführung der von der Generalkonferenz gefassten Beschlüsse. Zum Bischofsrat gehören alle aktiven und im Ruhestand befindlichen Bischöfe und Bischöfinnen der weltweiten EmK. Zurzeit sind dies 45 aktive Bischöfe und Bischöfinnen in den USA und 20 in Europa, Asien und Afrika sowie weltweit 87 Ruhestandsbischöfe.