Konzentriert bei der Sache: Für den Weg in die Zukunft ist gutes Zuhören wichtig.

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Aufbruch in die Zukunft

Kirche neu entdecken

Konzentration und Gemurmel kennzeichnen die bisherigen zwei intensiven Arbeitstage der Zukunftskonferenz der NJK. Teilnehmer berichten.

Die Norddeutsche Jährliche Konferenz (NJK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) hatte im vergangenen Jahr positive Erfahrungen mit der Arbeitsmethode der »Zukunftskonferenz« gemacht. Deshalb sollte mit der Jährlichen Konferenz in diesem Jahr ein nächster Schritt gegangen werden, um die Arbeit der EmK in Norddeutschland für die Zukunft weiterzuentwickeln. Einige Stimmen aus der Konferenz bestätigen, dass der eingeschlagene Wege richtig ist.

Der Heilige Geist weht in der Kirche

Für die gastgebende Gemeinde sei die Ausrichtung der Konferenz »eine ganz spannende Geschichte« gewesen, erklärt Michael Külken, das Laienmitglied der EmK Bremerhaven. Die Zukunftskonferenz mache den Austausch von Ideen möglich, wobei das Entscheidende ja erst später passiere. Der Aufbruch geschehe nämlich nicht in der Konferenz oder Kommissionen und Arbeitsgruppen. »Der Aufbruch passiert in den Gemeinden, an der Basis«, ist Külken überzeugt. Dort würden Erfahrungen ausgetauscht, Ideen für die Gemeinden entwickelt, und dort ermutige man sich gegenseitig. Er strahlt dabei eine große Zuversicht aus: »Ich selbst nehme dafür das Wort des Bischofs mit, dass es darauf ankommt, dass der Heilige Geist in der Kirche weht.«

Die Bedürfnisse der Jugendlichen werden gesehen

Die Jugenddelegierte Katharina Schiemenz aus Cottbus findet den Zukunftsprozess »sehr bewegend«. Durch die neuen Methoden habe man das Gefühl, »dass etwas passiert«. In der Gesprächsgruppe über die Arbeit des Kinder- und Jugendwerks sei es sehr gut gelungen, den Gesprächsteilnehmern zu vermitteln, was die Jugendlichen brauchen. »Da sage ich: Super, dass wir diese Zukunftskonferenz hier haben«, erklärt sie begeistert. Deshalb will sie nach der Rückkehr von der Konferenz ihrer Gemeinde mitteilen, »dass es hier Bewegung gibt. Wir gehen vorwärts. Es gibt hier in der Konferenz Leute, die sehen, was wir als Jugendliche brauchen.«

Viele sind beteiligt

»Ich erlebe den Zukunftsprozess als sehr spannend«, erzählt Rainer Prüßmann in einer Pause. Der Pastor aus dem im äußersten Nordosten Deutschlands gelegenen Greifswald findet die Gesprächsmethode der Zukunftskonferenz beeindruckend. Dadurch sei es möglich, viele an den Entscheidungswegen zu beteiligen. Besonders für die Frage, ob die NJK die Zahl der Distrikte von drei auf zwei reduzieren wolle, hätte die klassische Variante der Debatte im Plenum nicht weitergeholfen. »In der Form des Zukunftsprozesses konnten sich viele mit ihren Fragen einbringen und kamen mit anderen ins Gespräch.« Die große Stärke des Zukunftsprozesses sei, so Prüßmann, »dass wir unsere Kirche neu entdecken können«.

Die Autoren
Michael Putzke ist Pastor der EmK in Kassel und Großalmerode und im Nebenamt stellvertretender Redaktionsleiter für das Kirchenmagazin »unterwegs«. Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der EmK in Deutschland. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.