Vulkanausbruch und Flutwelle Von Klaus Ulrich Ruof  | 

»Die Menschen jetzt nicht alleine lassen«

Die »Diakonie Katastrophenhilfe« hilft weltweit bei Katastrophen – jetzt erneut in Indonesien nach der Flutwelle aufgrund des ausgebrochenen Vulkans Anak Krakatau.
Die »Diakonie Katastrophenhilfe« hilft weltweit bei Katastrophen – jetzt erneut in Indonesien nach der Flutwelle aufgrund des ausgebrochenen Vulkans Anak Krakatau.
Bildnachweis: Diakonie Katastrophenhilfe
Hunderte Tote nach erneutem Tsunami auf Indonesien. Die Diakonie-Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf.
2 Minuten

Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden für Indonesien auf
Hunderte Tote nach erneutem Tsunami

Erst vor drei Monaten war Indonesien auf der Insel Sulawesi von einem Erdbeben und anschließender Flutwelle getroffen worden. Jetzt hat es die Menschen auf Indonesien erneut getroffen. Laut aktuellen Informationen sind mindestens 370 Menschen ums Leben gekommen, über 1.400 Menschen wurden verletzt, zahlreiche werden noch vermisst. Es wird erwartet, dass die Opferzahlen in den belebten Küstenregionen noch steigen.

Besonders betroffen sind die Gebiete an der Küste der sogenannten Sundastraße. So heißt die Meerenge zwischen den Inseln Sumatra und Java. Indonesien liegt am sogenannten pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Welt. Darüber hinaus hat kein anderes Land so viele aktive Vulkane wie Indonesien. Wegen dieser geographischen Lage wird die Region immer wieder von schweren Naturkatastrophen getroffen. »Nach dem verheerenden Tsunami Ende September hat nun schon wieder eine Flutwelle unvorstellbares Leid für tausende Familien gebracht«, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. »Wir dürfen die Menschen jetzt nicht alleine lassen. Daher rufen wir dringend zu Spenden auf.«

Nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde traf der Tsunami die Menschen ohne Vorwarnung. Ursache für die Flutwelle soll der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau sein. Die Provinzen Lampung auf Sumatra und Banten auf Java wurden vom anschließende Tsunami schwer getroffen. In der beliebten Tourismusregion wurden zahlreiche Häuser und Hotelanlagen weggerissen und Straßen überflutet. Dass nicht noch viel mehr Tote und Verletzte zu beklagen sind, ist der Tatsache zu verdanken, dass Vulkanausbruch und Flutwelle sich am späten Abend gegen 21 Uhr ereigneten und sich daher nur verhältnismäßig wenige Menschen direkt an den Küsten aufhielten.

Auch wenn bisher wenige Informationen vorliegen, rechnet die Diakonie Katastrophenhilfe damit, dass zunächst vor allem Nahrungsmittel und Notunterkünfte gebraucht werden. Das Hilfswerk der evangelischen Kirchen steht in ständigem Kontakt mit den erfahrenen Partnerorganisationen in Indonesien und zwischenzeitlich erste Gelder für Soforthilfe bereitgestellt. »Wir werden jetzt mit unseren Partnern schnellstmöglich klären, wie wir den Menschen auf Sumatra und Java in den kommenden Tagen am besten helfen können«, sagt Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien bei der Diakonie Katastrophenhilfe.

Der Autor

Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

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