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Tagesbericht vom Dienstag

Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche mit einem festlichen Gottesdienst in der Emmauskirche eröffnet

Pastor Werner Philipp begrüßt Bischöfin Wenner, Bischof  Palmer, den Vorsitzenden des Bischofsrates der United Methodist Church, sowie die Delegierten und Gäste in der voll besetzten Kirche in der Dresdner Neustadt. Er erinnerte daran, dass vor 40 Jahren hier die Vereinigungskonferenz der Evangelischen Gemeinschaft und der Bischöflichen Methodistenkirche in Deutschland erfolgte. Die Kirche selber wurde vor 100 Jahren erbaut und in einer Bombennacht, der die direkt angrenzende Lutherische Freikirche zum Opfer fiel, wunderbar bewahrt. Der Hinweis auf 100 Jahre soziales Bekenntnis macht sogleich deutlich, worum es bei dem Auftrag der Kirche geht. Darauf wies auch Bischöfin Wenner in ihrer Predigt über Psalm 8 nachdrücklich. Die Frage des Psalmbeters, was der Mensch sei, findet eine Antwort, die uns an die Güte Gottes und an uns als Geschöpfe seiner Barmherzigkeit und Liebe weist. Menschen bekämpfen einander in dieser Welt, verweigern Gemeinschaft und sind erbarmungslos auf ihren Vorteil bedacht. Andererseits ist staunenswert, wozu der Mensch durch die Gaben, die Gott ihm geschenkt hat, in der Lage ist. Wer hinsieht, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Gott denkt an uns und wir sind zum Lob des Schöpfers und einem Leben aus dieser Gemeinschaft befähigt. Gerade den Geringsten wendet Gott seine Güte zu.  Wir sind Menschen, weil Gott nach uns fragt. Darum fragen wir auch nach einander: Wie geht es denen, die arbeitslos sind, den Familien, deren Kinder nicht an Ferien mit den Eltern denken können und auch gelegentlich nicht an eine kirchliche Freizeit? Wir sind aber auch im Bilde über die Not der Menschen, deren Leid uns oft durch die Medien vor Augen geführt wird. Da ist die unzählbare Schar der Kinder, die jährlich an Malaria sterben. Leben wir angesichts dieser Wirklichkeit unseres Glaubens? Woher kommt die Kraft? Christus ist unser Bruder geworden, für uns gestorben und auferstanden, damit wir nicht für uns leben, sondern ihm dienen. So werden wir in sein Bild gestaltet. Wir sind eingeladen, als Gottes Kinder zu leben.

Diese Einladung war und ist zugleich die Einladung an den Tisch des Herrn, zur Gemeinschaft des Leibes Christi. Als Brüder und Schwestern in Christus verbunden und durch ihn im Glauben gestärkt, bereit zum Dienst, mit dem Christus die Gemeinde in die Welt sendet.

Die Chöre der Dresdner Gemeinden, sowie der Posaunenchor und Egbert Junghanns an der Orgel, und die Lieder von Charles Wesley trugen zum frohen und festlichen Auftakt der Zentralkonferenz bei.

Worte des Dankes galten auch den Geschwistern der gastgebenden Gemeinden, die mit Engagement und Liebe die Konferenz vorbereitet haben und dem Herrn, der uns seinen Segen verheißen hat.
(Thomas Röder)