Methodismus International

Europäisches Jahr für aktives Altern 2012

Das »Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012« wird in der kommenden Woche ausgerufen.

Nächste Woche wird Ministerin Schröder das »Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012« ausrufen. In der ganzen EU soll in diesem Jahr der Blick auf den demografischen Wandel gerichtet werden und die notwendigen Veränderungen, die damit einhergehen. Wir haben es schon oft genug gehört, dass wir eine alternde Gesellschaft sind. Aber ein konstruktiver und angstfreier Umgang damit fehlt noch weitestgehend. Keiner will älter werden und doch möchte niemand jung sterben.

Wir ignorieren weitestgehend die Brisanz der Entwicklung im Pflegebereich und verdrängen nach Kräften die Mehrfachbelastung von pflegenden Angehörigen. Es wird eine der ganz großen Herausforderungen für unsere Zivilgesellschaft und darin auch der Kirchen sein müssen, wie aktives Altern gestaltet werden kann. Die Solidarität zwischen den Generationen wird vermutlich weit mehr Einsatz und Opfer nötig machen als uns das bisher klar ist.  »Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren«. Das sagt die Bibel. Wir werden uns noch kräftig darin üben müssen. Ethische Grenzfragen nach dem Ende des Lebens, nach einem menschenwürdigen Sterben werden uns mehr beschäftigen müssen. Alternative Wohnformen, die alte Menschen bis ins hohe Alter Selbständigkeit wahrt, müssen weiter entwickelt werden. Die Arbeitswelt wird noch familienfreundlicher werden müssen.

Die neu eingerichtete Familienpflegezeit, die die häusliche Pflege von Angehörigen ermöglicht, ohne dass die Pflegenden ihren Beruf aufgeben, muss in noch mehr Unternehmen gefördert werden. Hier dürfen auch die Kirchen nicht nachstehen.

In unseren Gemeinden darf für Alters-Diskriminierung kein Platz sein. Wir sollten dazu beitragen, dass alte Altersklischees überwunden werden und neue Altersbilder kreiiert und gelebt werden. Alle Generationen tragen dafür Verantwortung.

Pastorin Ulrike Burkhardt-Kibitzki

Screenshot: www.programm-altersbilder.de