Distriktslaienführer Heinz-Jürgen Sanio verabschiedet und begrüßt Vorgänger und Nachfolger im Amt des Superintendenten. Pastor Rainer Bath (links) mit Ehefrau Eva Sautter und Superintendent Stefan Kraft mit Ehefrau Birgit.

Distriktslaienführer Heinz-Jürgen Sanio verabschiedet und begrüßt Vorgänger und Nachfolger im Amt des Superintendenten. Pastor Rainer Bath (links) mit Ehefrau Eva Sautter und Superintendent Stefan Kraft mit Ehefrau Birgit.

Amtswechsel

Der Hoffnungslosigkeit den Gehorsam verweigern

Stefan Kraft wurde als neuer Superintendent für den Distrikt Essen in sein Amt eingeführt. Vorgänger Rainer Bath wird Pastor im Bezirk Rheinland.

Am vergangenen Sonntag (23. September) wurde Stefan Kraft als Superintendent für den Distrikt Essen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in sein Amt eingeführt. Die Feier fand in der Bethesdakirche der EmK in Wuppertal statt. Rainer Bath, der dieses Amt zuvor zehn Jahre innehatte, übernimmt als Pastor im Gemeindedienst den Bezirk Rheinland.

Leben in der Dimension des Reiches Gottes

In seiner Predigt über eine Heilungsgeschichte aus dem Johannesevangelium (Kapitel 5,1-9) sprach der neue Superintendent über die Sehnsucht nach Heilwerden in schwieriger Zeit. Wie bei dem schon jahrelang auf Heilung wartenden Menschen am Jerusalemer Teich Bethesda würden auch in der Kirche die schlechten Erfahrungen überwiegen. Viele in der Kirche hätten längst resigniert, weil sich kaum etwas zum Guten verändere. Zu vieles sei schon probiert worden, doch geholfen habe es wenig. Da würden, so Kraft, gute Ratschläge und Durchhalteparolen nicht helfen. Mit dem Ausruf »Ich verweigere der Hoffnungslosigkeit meinen Gehorsam!« setzte der Prediger der düsteren Bestandsaufnahme eine Haltung entgegen, die »in der Dimension des Reiches Gottes lebt«. Gegen allen Anschein gebe es Hoffnung, weil die Kirche »von den kraftvollen und verlässlichen Worten Jesu lebt«. Einzelne Menschen und eine ganze Kirche könnten in der Begegnung mit Jesus Heilung erfahren. Solche heilsamen Begegnungen mit Jesus zu erbitten und zu erleben, dafür möchte Kraft die Menschen, denen er in seinem Dienst als Superintendent begegnet, gewinnen.

Als Pastor wirkte Kraft bisher in Gelsenkirchen, Berlin-Lankwitz sowie Hamburg-Harburg und wurde mit seiner Frau Birgit von einer großen Gemeinde herzlich im Distrikt begrüßt. Bischof Harald Rückert machte bei der Amtseinführung deutlich, dass der Dienst eines Superintendenten »eine große, aber auch eine schöne Herausforderung« sei.

Die Kirche mitgeprägt

Bischof Rückert und Distriktslaienführer Heinz-Jürgen Sanio dankten Rainer Bath und dessen Ehefrau Eva Sautter für zehn Jahre engagierten Dienstes. Bath habe mit seinen vielfältigen Begabungen und Kompetenzen das Leben der Kirche in besonderer Weise gestaltet und geprägt. Bereits zur Jährlichen Konferenz 2018 erhielt Rainer Bath eine Dienstzuweisung für den Bezirk Rheinland, zu dem Gemeinden in Köln, Bonn und Düsseldorf gehören.

Als Zeichen der ökumenischen Verbundenheit sprach Henrike Tetz, Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche im Rheinland, ein Grußwort.

Bildnachweis: Gabriel Straka


 

Der Autor
Gabriel Straka ist Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche für den Distrikt Berlin. Kontakt: gabriel.straka(at)emk.de.