Bischof Harald Rückert lädt in einer Videobotschaft dazu ein, »Friedensstifter und Botschafter der Versöhnung« zu sein.

Bischof Harald Rückert lädt in einer Videobotschaft dazu ein, »Friedensstifter und Botschafter der Versöhnung« zu sein.

Auslegung zur Jahreslosung

Friedensstifter sein mit Einsatz und Ausdauer

»Unsere Gesellschaft braucht dringend Menschen des Friedens«, sagt Bischof Rückert. Dazu seien auch »die Methodisten« berufen.

»Suche Frieden und jage ihm nach« lautet die Jahreslosung für das Jahr 2019. Mit einer kurzen Videobotschaft zu diesem Wort aus Psalm 34 Vers 15 wendet sich Harald Rückert, der Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland, an die EmK-Gemeinden in Deutschland.

Das kurze Bibelwort sei »herausfordernd aktuell und programmatisch« und formuliere, wozu Christen berufen seien. »Mit Einsatz und Ausdauer« sollten auch die Menschen der Evangelisch-methodistischen Kirche Friedensstifter sein. Die Gesellschaft brauche dringend solche Menschen des Friedens. Angesichts von Ausgrenzung und Scharfmacherei habe es die Wahrheit schwer. Deshalb, so Rückert weiter, brauche es »Beharrlichkeit, geistliche Klarheit und ein unerschrockenes Herz«, um in dieser Welt einen Beitrag zum Frieden einbringen zu können.

Auch in der Kirche müsse die Erinnerung zum Frieden gehört werden. Trotz unterschiedlicher Meinungen und Überzeugungen sei es wichtig, einander nichts Böses zu unterstellen und Polarisierungen zu vermeiden. Dazu gehöre, einander aufmerksam und ehrlich zuzuhören und durchaus in der Sache engagiert ringen, aber ohne das Gegenüber zu verletzen. Für die Evangelisch-methodistische Kirche sei dieses Bibelwort ein Hinweis für die »Zerreißprobe, in der wir derzeit als Kirche stehen«. Im Vorfeld und im Nachgang zur im Februar in den USA tagenden Generalkonferenz und der dort anstehenden Entscheidungen hinsichtlich der Fragen zur Homosexualität und damit verbundener kirchenrechtlicher Konsequenzen »brauchen wir Menschen des Friedens unter uns«, betont Rückert.

Einfach und bequem sei diese Aufforderung zum Frieden nicht. Die Herausforderungen in Gesellschaft und Kirche seien groß. »Trotzdem«, so ist Rückert überzeugt, »sind wir genau dazu berufen: Im Namen Gottes sollen wir Friedensstifter sein und Botschafter der Versöhnung.«

Bildnachweis: Ausschnittfoto aus der Videobotschaft


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

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Zur Information
Wöchentliche Gebetsanregungen und Andachten im Internet
Mit einer Auslegung der Jahreslosung eröffnet der Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche für Deutschland die Gebetsanregungen auf der EmK-Internetseite www.ichbetefürmeinekirche.de. Dort werden wöchentlich aus jeweils einem der deutschen Arbeitsbereiche der EmK eine Kurzandacht zum biblischen Wochenspruch und kirchliche Gebetsanliegen veröffentlicht. Die Seite ist so angelegt, dass sie als persönliche Internet-Startseite verwendet werden kann, um sich regelmäßig ans Gebet für kirchliche und andere Anliegen erinnern zu lassen. Außerdem stehen die Gebetsinformationen zum Herunterladen im DIN-A4-Format zur Verfügung, um in den Gemeinden für Gebetsgruppen eingesetzt zu werden. Das Angebot gibt es seit sechs Jahren und wird mit der Unterstützung eines Übersetzerteams auch in englischer Sprache zur Nutzung in den EmK-Migrantengemeinden zur Verfügung gestellt. Die statistische Auswertung der Seite zeigt, dass die Seite gut genutzt wird.