Bischöfin Cynthia F. Harvey (rechts) beantwortet während einer Pressekonferenz Fragen zur Bischofsratsentscheidung über den weiteren Weg der EmK.

Bischöfin Cynthia F. Harvey (rechts) beantwortet während einer Pressekonferenz Fragen zur Bischofsratsentscheidung über den weiteren Weg der EmK. Mit auf dem Podium bei der Pressekonferenz sind ihre Bischofskollegen Bruce R. Ough (links) und Kenneth H. Carter.

Homosexualitätsdebatte

Hundert Seiten Ringen um Einheit

Lange angekündigt, jetzt sind die Unterlagen da. Der Abschlussbericht der Kommission »Ein Weg in die Zukunft« liegt vor. Die Arbeit kann beginnen.

Anfang Mai hatte der internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche einen Beschluss gefasst, wie der Weg zur Entscheidungsfindung bei der im kommenden Jahr tagenden außerordentlichen Generalkonferenz aussehen soll. Dort will die weltweit verfasste Evangelisch-methodistische Kirche eine Lösung in den strittigen Fragen zur menschlichen Sexualität finden.

Der im Mai aus der Kommission »Ein Weg in die Zukunft« entgegengenommene Abschlussbericht ist seit kurzem komplett veröffentlicht und liegt inzwischen in den vier Amtssprachen der Generalkonferenz vor. In Englisch, Französisch, Portugiesisch und Suaheli, allerdings nicht auf Deutsch, ist damit der fast einhundert Seiten umfassende Kommissionsbericht öffentlich zugänglich, um über die Inhalte und den Weg zur Entscheidungsfindung ins Gespräch zu kommen.

In einer die Veröffentlichung begleitenden Erklärung weisen die Moderatoren der Kommission, Bischöfin Sandra Steiner Ball und Bischof David Yemba auf das Glaubensbekenntnis von Nicäa hin. Dort würden die Kennzeichen der Kirche benannt, die sich als »die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche« verstehe. In der Moderation der Kommission sei es ihnen darum gegangen, diese Einheit und alles umfassende Weite der Kirche im Blick zu haben, »weil wir uns nicht nur um einzelne Teile, sondern um die Kirche als Ganzes zu kümmern haben«. Deshalb hätten die Mitglieder der Kommission sich auch zurückgehalten, den Abschlussbericht und den Beschlussvorschlag zu kommentieren, »bevor nicht unsere Schwestern und Brüder diesen Bericht in ihrer Muttersprache lesen konnten«. Jetzt sei es so weit, »dass diese Arbeit beginnen kann und wir ein Gespräch führen können«.

Bildnachweis: Mike DuBose, UMNS


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

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