In Prag trafen sich Liturgie-Fachleute der EmK zu Beratungen über die vor vier Jahren beschlossene Gottesdienstreform.

In Prag trafen sich Liturgie-Fachleute der EmK zu Beratungen über die vor vier Jahren beschlossene Gottesdienstreform.

Tagung in Prag

Anstiften mit »Stiftfilm«

Vor vier Jahren hat die EmK eine Gottesdienstreform beschlossen. Die Einführung ist gelungen. Weitere Materialien helfen Gemeinden bei der Umsetzung.

Anfang Februar tagten in Prag europäische Liturgie-Fachleute der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). Die Tagung diente einer ersten Auswertung, wie die vor vier Jahren in Teilen Europas angestoßene Gottesdienstreform in den Gemeinden der EmK angenommen wurde. Außerdem wurden neue Materialien vorgestellt und weitere Schritte für die Fortsetzung der innereuropäischen Zusammenarbeit vereinbart.

Einführungsphase gelungen

Vor vier Jahren hatten die »Fachgruppe für Gottesdienst und Agende« der Zentralkonferenz Deutschland und die »Arbeitsgruppe Liturgie« der Zentralkonferenz Mittel- und Südeuropa bei einem Treffen in Reutlingen eine Gottesdienstreform für ihre Zuständigkeitsbereiche innerhalb der EmK auf den Weg gebracht. Seither sind es immer mehr Gemeinden, die ihren Gottesdienst mit den vier Schritten »Ankommen, Hören, Teilen, Weitergehen« gestalten. Die Teilnehmer berichteten, was in der Zwischenzeit geschehen ist und wie die erste Phase der Einführung gelungen ist. Um die Gemeinden weiter zu ermutigen, diese Reform aufzugreifen, wurde bei dem Treffen in Prag das erste größere Projekt, ein sogenannter Stiftfilm, vorgestellt. Unter dem Titel »Ganz verschieden und doch gemeinsam – methodistische Gottesdienste« ist der Film im Internet abrufbar. Außerdem wurde beschlossen, weitere hilfreiche Links für den Bereich des Gottesdienstes und einzelne Materialien zum Abendmahl in dieses Internetangebot einzustellen.

Pilotprojekte als Wegbereiter

Sowohl für das in Deutschland erscheinende EmK-Magazin »unterwegs« als auch für das Schweizer Pendant »Kirche und Welt« wurden Beiträge zusammengestellt, um die Hintergründe und die Inhalte der Gottesdienstreform einer größeren Leserschaft in den EmK-Gemeinden vorzustellen. Für »unterwegs« ist die Veröffentlichung noch im März geplant. In Deutschland, der Schweiz und in Österreich haben sich verschiedene Gemeinden bereiterklärt, einzelne Aspekte des Gottesdienstes in Pilotprojekten auf Basis der Gottesdienstreform anders oder neu zu gestalten und darüber zu berichten. Für interessierte Gemeinden gibt es einen Leitfaden für ein solches Projekt, das ebenfalls über das von den Arbeitsgruppen eingerichtete Internetangebot abrufbar ist.

Austausch als Zeichen methodistischer »Konnexio«

Neben den gemeinsamen Sitzungszeiten gab es auch getrennte Einheiten, um begonnene Projekte weiter voranzutreiben oder darüber zu berichten, was sich in den nicht-deutschsprachigen europäischen Ländern mit EmK-Präsenz in Sachen Liturgie und Gottesdienst tut. Auch gemeinsame Morgen- und Abendandachten sowie ein Spaziergang durchs nächtliche Prag gehörten zu dieser Begegnung. Es ist gut, dass die Arbeitsgruppen der beiden Zentralkonferenzen die vermehrte Zusammenarbeit suchen und gegenseitig Materialien und Ressourcen austauschen, teilen und zugänglich machen. Auch auf diese Weise zeigt sich methodistische Konnexio (Verbundenheit).

Bildnachweis: privat


Die Autorin
Esther Handschin lebt und arbeitet in Wien, Österreich, als Pastorin der Evangelisch-methodistischen Kirche. Kontakt über: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Internetangebot zur Gottesdienstreform
Film zur Gottesdienstreform (deutsch)
Film zur Gottesdienstreform (englisch)

Zur Information
Die vier Teile des reformierten EmK-Gottesdienstes lauten genau: Ankommen – Gott bringt uns zusammen, Hören – Gott spricht zu uns, Teilen – Gott verbindet uns miteinander, Weitergehen – Gott segnet uns. Ausführliche Informationen hierzu finden sich im zugehörigen Internetangebot www.emk-gottesdienst.org