Schwere Überschwemmungen sind nur eine Auswirkung des Zyklons »Idai« in Afrikas Südosten.

Schwere Überschwemmungen sind nur eine Auswirkung des Zyklons »Idai« in Afrikas Südosten.

Zyklon in Afrikas Südosten

Bitte um Gebete für Mosambik nach Wirbelsturm

Die EmK-Weltmission bittet um Spenden für Hilfe und Wiederaufbau im Südosten Afrikas nach großen Zerstörungen durch den Zyklon »Idai«.

»Ich schreibe, um Sie um Gebete für Mosambik für die Mitte und den Norden des Landes zu bitten«, schreibt Joaquina Nhanala, die für Mosambik zuständige Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK).  Sie habe nach dem Wirbelsturm »Idai« mit Windgeschwindigkeiten um 170 Kilometern je Stunde und sintflutartigen Regenfällen derzeit keinen Kontakt mit den Superintendenten der Distrikte Sofala und Manica in den gleichnamigen Provinzen und auch nicht zu anderen Personen der Kirche dort. In der fast völlig zerstörten Hafenstadt Beira mit etwa einer halben Million Einwohnern (wie Nürnberg) liegt die Geschäftsstelle der Jährlichen Konferenz Nordmosambik der EmK. Die meistzerstörte Stadt Mosambiks liege unterhalb des Meeresspiegels, teilt die Bischöfin mit.

»Wir Methodisten sind eine Familie«

»Wir Methodisten sind eine Familie, besonders in Zeiten tiefer Trauer und der Katastrophe«, schreibt Thomas Kemper, Generalsekretär des internationalen Missions- und Hilfswerks der EmK (GBGM, General Board of Global Ministries) in seiner Antwort an Bischöfin Nhanala. Die Ermittlungen zu den Schäden und zu dem, was getan werden muss, um den Menschen zu helfen, seien bereits angelaufen. Zu Kempers Verantwortungsbereich gehört auch das weltweit arbeitende Katastrophenhilfswerk der EmK (UMCOR, United Methodist Committee on Relief). Es wird in Bälde erste Hilfsgüter auf den Weg bringen.

Auswirkungen des Zyklons

Der Zyklon, ein Wirbelsturm vergleichbar mit Hurrikans und Taifunen in anderen Weltgegenden, traf am 14. März bei der Hafenstadt Beira auf Land. Er hinterließ nicht nur in Mosambik gewaltige Zerstörungen durch Überschwemmungen und Sturmschäden, sondern auch in Simbabwe und im Süden Malawis. Alle drei Länder liegen im Südosten Afrikas. Sie haben nach neuesten Meldungen bereits mehr als 350 Todesopfer zu beklagen. Der Präsident Mosambiks, Filipe Nyusi, befürchtet allein in seinem Land um die 1.000 Tote. In Teilen der betroffenen Gebiete gibt es keinen Strom und damit auch kein Telefon und keinen Internetzugang. Trinkwasser wird knapp. Hunderttausende Menschen sind obdachlos. Fachleute befürchten den Ausbruch von Durchfallerkrankungen und Malaria.

Renate Härtner berichtet aus Cambine, Provinz Inhambane im südlicheren Mosambik, dass der Zyklon dort keine Schäden hinterlassen habe. Sie und ihr Mann Claus arbeiten dort im Auftrag der EmK-Weltmission, Wuppertal, als Missionare. Im südlichen Malawi, wo Olav Schmidt als Missionar arbeitet, gab es diesmal keine Sturmschäden, aber weiteren Regen in einem Gebiet, das ohnehin schon überschwemmt ist. Das teilt Frank Aichele, Leiter der EmK-Weltmission, mit. Als tropisches Tiefdruckgebiet hatte »Idai« dort vor seiner Entwicklung zum Zyklon vier Tage Dauerregen verursacht.

Die EmK-Weltmission ruft zu Spenden für die Hilfe nach dem Zyklon im südöstlichen Afrika auf. Spenden für diesen Zweck werden weitergeleitet an das Katastrophenhilfswerk der EmK (UMCOR).

Bildnachweis: »Mosambik-Initiative« der EmK in Missouri


Der Autor
Reinhold Parrinello ist ehrenamtlicher Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland. Er lebt in Nürnberg. Kontakt: reinhold.parrinello(at)emk.de.

Weiterführende Links
EmK-Weltmission: Große Zerstörungen durch Überschwemmung in Malawi

Informationen
Spenden für Hilfe und Wiederaufbau können unter dem Stichwort »Südostafrika« auf das Konto der Weltmission überwiesen werden. EmK-Weltmission: IBAN: DE65520604100000401773; BIC: GENODEF1EK1
Für eine Zuwendungsbescheinigung sind im Verwendungszweck Anschrift (Straße und PLZ) anzugeben.
Die Spenden für diesen Zweck werden weitergeleitet an das Katastrophenhilfswerk der EmK (UMCOR).