Stefan Weiland (links), Leiter der Kontaktstelle für kirchliches Umweltmanagement in der Süddeutschen Konferenz, mit den Kirchlichen Umweltauditoren der EmK: Deborah Detka, Manfred Wemken, Gerd Petras, Hans Martin Renno und Kirsten Lüdeke (von links nach rechts).

Stefan Weiland (links), Leiter der Kontaktstelle für kirchliches Umweltmanagement in der Süddeutschen Konferenz, mit den Kirchlichen Umweltauditoren der EmK: Deborah Detka, Manfred Wemken, Gerd Petras, Hans Martin Renno und Kirsten Lüdeke (von links nach rechts).

Urkundenübergabe in Mainz

Das »Soziale Bekenntnis« der EmK – praktisch umgesetzt

Die EmK hat fünf zertifizierte »Kirchliche Umweltauditoren«. Gemeinden und Werke können sich in Umweltmanagementfragen von ihnen beraten lassen.

Im Rahmen einer kleinen Feier erhielten am vergangenen Samstag, dem 14. April, die ersten Kirchlichen Umweltauditoren der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Mainz ihre Urkunden überreicht. Nach einer mehrteiligen Fortbildung fand in Mainz das abschließende Kolloquium mit Prüfungsgespräch statt, womit die Ausbildung zum »Kirchlichen Umweltauditor« abgeschlossen ist. Jetzt sind die Absolventen berechtigt, Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen bei der Einführung eines Umweltmanagements nach den Standards, die der »Grüne Gockel« vorgibt, zu beraten und zu begleiten.

Die einjährige Ausbildung umfasste zwei Wochenenden, vier weitere Fortbildungstage und den Abschlusstag mit fiktiver Umweltberatung einer Kirchengemeinde samt abschließendem Prüfungsgespräch. Stefan Weiland, Leiter der Kontaktstelle für kirchliches Umweltmanagement in der Süddeutschen Konferenz, freut sich, dass fünf der 19 Absolventen aus der EmK kommen. »Damit hat unsere Kirche kompetente Umweltauditoren, die Gemeinden für die Entwicklung eines nachhaltigen Umweltmanagements zur Seite stehen«, erklärte er am Rande der Veranstaltung in Mainz. Weiland war zusammen mit zwei Referentinnen der Evangelischen Landeskirche in Baden (EKiBa) sowie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) für die Fortbildung zuständig.

Die fünf zertifizierten Umweltauditoren aus der EmK sind Deborah Detka, Studentin der Atmosphärenwissenschaften aus der Gemeinde Neuenhain im Taunus, die Studentin Kirsten Lüdeke aus der nördlich von Berlin gelegenen Gemeinde Oranienburg, Gerd Petras, Vertragsmanager in einem IT-Unternehmen der Energieversorgung aus dem Bezirk Berlin-Neukölln/Eichwalde, sowie Manfred Wemken, Handwerker im technischen Gebäudeservice aus der Gemeinde Bremen-Nord. Außerdem hat sich Hans Martin Renno, Pastor in Pforzheim und derzeit noch Referent für diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung, als Kirchlicher Umweltauditor zertifiziert. Die EmK-Absolventen eint das Motiv, ihr »Wissen zu umweltrelevanten Themen auch in die Kirche einzubringen«, wie es Kirsten Lüdeke ausdrückt. »Das ist die praktische Umsetzung des ›Sozialen Bekenntnisses der EmK‹, erklärte Gerd Petras in Verbindung mit der Verleihung der Urkunde. Jetzt freuen sich die Auditoren darauf, Gemeinden und Einrichtungen bei der Entwicklung eines nachhaltigen Umweltmanagements begleiten zu können.

Die Urkunden wurden überreicht von Christian Schwindt, Oberkirchenrat und Leiter des Zentrums für gesellschaftliche Verantwortung in der EKHN, sowie von André Witthöfft-Mühlmann, Leiter des Büros für Umwelt und Energie der EKiBa, und von Stefan Weiland im Auftrag von EmK-Bischof Harald Rückert. »Die Form der Zusammenarbeit über Kirchengrenzen hinweg war bislang einmalig und erstmalig«, erklärte Weiland nach dem erfolgreichen Auftakt dieser Ausbildung. Weitere Kurse seien denkbar, aber noch nicht vereinbart.

Foto: Kathrin Saudhof (EKHN)


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.  

 

 

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Zur Information
Die Ausbildung zum »Kirchlichen Umweltauditor« wurde von der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelisch-methodistischen Kirche durchgeführt. Im Rahmen der Ausbildung nach den Richtlinien des geprüften Umweltmanagements der Europäischen Union (EMAS: Eco-Management and Audit Scheme, deutsch: Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung) sowie des kirchlichen Umweltmanagements Grüner Gockel/Grüner Hahn werden Kenntnisse zum Aufbau und zur Einführung eines Umweltmanagementsystems erworben. Dazu gehören die Erfassung und Bewertung von Umweltauswirkungen, Grundkenntnisse in Recht und Sicherheit für Kirchengemeinden, Energiemanagement in kirchlichen Gebäuden, Öffentlichkeitsarbeit und Prozessmoderation. Informationen zur Ausbildung und zum Umweltmanagement für Kirchengemeinden sind erhältlich bei der EmK-Kontaktstelle für kirchliches Umweltmanagement: umweltmanagement(at)emk.de