Die EmK-Gemeinde »Dresden Immanuel« nimmt ihr Lastenfahrrad »Immanuel« Anfang März in Betrieb

Die EmK-Gemeinde »Dresden Immanuel« nimmt ihr Lastenfahrrad »Immanuel« Anfang März in Betrieb. In Hocke vor dem Fahrrad: der Initiator und Gemeindepastor Philipp Weismann.

Umweltgerecht mobil

Ein Fahrrad namens »Immanuel«

Im Dresdener Westen stellt die Evangelisch-methodistische Kirche ein Lastenfahrrad zur umweltgerechten Mobilität zur Verfügung.

Zu »Frieda«, »Friedrich« und »Lotte« gesellt sich nun auch noch »Immanuel«. So heißen einige der von der Stadtteilförderung der Stadt Dresden bezuschussten Lastenfahrräder. Das neueste ist Anfang März von der Immanuel-Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Dienst gestellt worden. Vom Namen dieser Gemeinde im Dresdener Westen ist nun der Name für dieses Fahrrad abgeleitet worden.

Stadtteilförderrichtlinie als Motivationsschub

Ein Beitrag zur Verkehrswende und zur alternativen Mobilität soll mit diesem Fahrzeug geleistet werden, erklärt Philipp Weismann. Er ist Pastor dieser Gemeinde und sagt von sich selbst: »Ich bin viel lieber mit meinem Lastenfahrrad als mit dem Auto unterwegs.« Seit drei Jahren bewegt er selbst einen solchen »Lastesel« durch die Stadt und ist davon richtig begeistert. Deshalb hat er die Initiative für dieses Lastenfahrrad angestoßen, auch weil die Stadt Dresden mit ihrer Stadtteilförderrichtlinie solche Projekte unterstützt. Bis zu neunzig Prozent der Investitionskosten werden dabei bezuschusst. Bei dem stolzen Preis von über 6.000 Euro für ein Lastenrad ein zusätzlicher Motivationsschub.

Beitrag zur »klimaneutralen Kirche«

Zurück geht die Idee auf »Frieda und Friedrich«, eine Dresdener Initiative für freie Lastenräder als »clevere Alternative« zur umweltfreundlichen Mobilität. Bestätigt fühlten sich Weismann und seine Gemeinde darüber hinaus durch den Beschluss des Kirchenvorstands der EmK vom vergangenen Oktober. Dort wurde das Ziel »klimaneutrale Kirche« formuliert. Der Gemeindevorstand stimmte dem »Projekt Lastenrad« einhellig zu und stellte zum Start den Eigenanteil von gut sechshundert Euro zur Verfügung. Anfang Januar ließ sich der Stadtbezirksbeirat in seiner Sitzung von der Konzeption der Gemeinde überzeugen. »Eine ziemlich aufregende Sache«, wie Weismann schildert.

Von »Gott mit uns« durch den Stadtteil gefahren werden

Jetzt steht das elektrisch unterstützte Gefährt für den Transport von zwei Kindern oder bis zu hundert Kilogramm Gepäck für die Allgemeinheit im westlichen Stadtteil Dresden-Cotta zur Verfügung. Ausgeliehen werden kann dieser »Kleintransporter« bei einer benachbarten Kindertagesstätte, die sich dafür als Verleihstation anbot. Bleibt nur noch die Frage, ob die Menschen wissen, dass sie von »Gott mit uns« durch den Stadtteil getragen werden, wenn sie das Fahrrad nutzen. Denn das bedeutet ja der Name »Immanuel«.

Bildnachweis: Joshua Küchler


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
Informationen zum Gemeindeprojekt
www.friedafriedrich.de