Das Logo, mit dem sich das evangelische »Sinnfluencer-Netzwerk« Yeet online zu erkennen gibt.

Das Logo, mit dem sich das evangelische »Sinnfluencer-Netzwerk« Yeet online zu erkennen gibt.

Kunstwort weist auf Tiefgang hin

Evangelisches Sinnfluencer-Netzwerk gestartet

Ein neues Medium will das Evangelium zeitgemäß in die »Sozialen Medien« bringen.

»Yeet«, auf Deutsch etwa so viel wie Freude, oder Glück, ist der Name eines neuen Netzwerks, das vor kurzem an den Start ging. Wie das in Frankfurt am Main ansässige Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) mitteilte, werden bei „yeet“ evangelische »Sinnfluencer« zusammengebracht, die mit ihren Videos, Podcasts und weiteren Beiträgen auf sozialen Netzwerken die Zielgruppe der 14- bis 35-Jährigen ansprechen. Diese Altersgruppe bewegt sich vielfach in den sozialen Medien wie YouTube, Instagram oder Spotify. Die Sinnfluencer – ein aus den Wörtern Sinn und Influencer, also Beeinflusser zusammengesetztes Kunstwort – wollen mit ihren Beiträgen diese Altersgruppe mit inhaltlich nachdenklich machenden und sinnstiftenden Informationen erreichen.

Zusammen oder einzeln geht es um Lebens- und Alltagsthemen

Die Theologinnen Theresa Brückner (Berlin/@theresaliebt) sowie Josephine Teske (Büdelsdorf/@seligkeitsdinge_) berichten im Internet jeweils aus ihrem Alltag als Pfarrerinnen. Ellen und Steffi Radtke sind miteinander verheiratet und leben im Pfarrhaus im niedersächsischen Eime. Beide betreiben das YouTube-Format »Anders. Amen«. Ein weiterer Pfarrer, Jörg Niesner (Laubach/@wasistdermensch), behandelt auf Instagram und tellonym.me die Lebens- und Sinnfragen seiner Leser und Zuschauer. Weitere Sinnfluencer sind die auch methodistischen BUJU-Teilnehmern bekannte Medizinstudentin Jana Highholder, die auf ihrem Kanal »Jana glaubt« mit Menschen über deren Glauben und Leben spricht, sowie Nils Husmann (Frankfurt am Main), der für seinen Podcast über Fakten, Strategien und Alltagstipps zum Thema Umweltschutz spricht. Dem Thema Film und Religion widmen sich der »evangelische Filmpfarrer« Christian Engels und die Filmjournalistin Kira Brück (beide Berlin). Zusammen und einzeln diskutieren sie auf YouTube, Facebook und im Podcast.

Angeregt wurde dieses neue Angebot vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das GEP unterstützt die Sinnfluencer laut eigenen Angaben unter anderem durch Vernetzung, Formatentwicklung, redaktionelle Begleitung sowie Werbung. Einer GEP-Information zufolge soll das Netzwerk die Vielfalt des christlichen Glaubens in den Sozialen Medien abbilden. Deshalb seien noch viele weitere Stimmen zum Mitmachen eingeladen.

Bildnachweis: GEP


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
yeet.de