Bereits zum fünften Mal schreibt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland ihren Ökumenepreis aus.

Bereits zum fünften Mal schreibt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland ihren Ökumenepreis aus. Der Preis wir alle zwei Jahre vergeben und ist mit 2.500 Euro dotiert.

Ökumenepreis 2021

Impulse durch nachahmenswerte Beispiele

Personen, Gruppen, Organisationen und Verbände können sich bis Dezember 2020 für den Ökumenepreis bewerben. Gesucht sind »pfiffige Projekte«.

Bereits zum fünften Mal schreibt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ihren Ökumenepreis aus. Mit dem alle zwei Jahre verliehenen Preis werden Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die in besonderer Weise einen Beitrag zur Einheit der Christen leisten und ein gemeinsames Engagement verschiedener Konfessionen fördern.

Erstmals wird auch ein Innovationspreis vergeben

Zur Teilnahme eingeladen sind Personen, Gruppen, Organisationen und Verbände, die mit »pfiffige[n] Projekten und Initiativen« ein buntes und lebendiges Bild der Ökumene in Deutschland vermitteln. Dabei gehe es um innovative Wege des Miteinanders und Aktionen, die zur Einheit der verschiedenen christlichen Konfessionen beitragen und in ihrer jeweiligen Umgebung Zeichen lebendiger Ökumene setzen. Der Hauptpreis ist mit 2.500 Euro dotiert. Anlässlich des Jahres der Ökumene im kommenden Jahr wird erstmals zusätzlich ein Innovationspreis ausgelobt. Dieser ist mit 1.000 Euro dotiert und wird an Projekte verliehen, die ungewöhnliche und neue Wege des ökumenischen Miteinanders gehen.

Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2020. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 3. Ökumenischen Kirchentags, der im Mai 2021 in Frankfurt am Main stattfindet.

Schirmherrschaft setzt internationalen Akzent

Schirmherrin für die Vergabe des Ökumenepreises ist Agnes Abuom. Die promovierte Missionswissenschaftlerin ist Vorsitzende des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen und Ko-Vorsitzende des Nationalen Kirchenrats von Kenia. Sie ermutigt »alle Personen, die an die Würde und Rechte aller Menschen glauben, Frauen und Männer, Jungen und Mädchen, und zwar unabhängig von ihrer sonstigen Identität« zur Teilnahme am Ökumenepreis, um damit auch zu »einem gerechten Frieden« beizutragen. Mit Abuom als Schirmherrin des Ökumenepreises 2021 setzt die ACK zugleich einen internationalen Akzent auf die ins Jahr 2022 verschobene Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen, die in Karlsruhe stattfinden wird.

Jury mit EmK-Beteiligung

Die fünfköpfige Jury ist besetzt mit Personen der Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden in Deutschland, des ökumenischen Netzwerks »More Ecumenical Empowerment Together«, der Römisch-katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). Für die EmK nimmt der im Ruhrgebiet wirkende Pastor Jürgen Stolze das Jurymandat wahr. Die Ökumene lebe davon, »dass sie immer wieder neue Impulse anhand nachahmenswerter Beispiele bekommt«, erläutert Stolze einen der Gründe zur Teilnahme am Wettbewerb. Außerdem könne das gemeinsame Beraten und Erstellen der Bewerbung vor Ort dazu helfen, »eine gemeinsame Aktion noch einmal mit ganz neuen Augen zu sehen und sie wertzuschätzen«.

Bildnachweis: ACK


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
Ökumenepreis der ACK  
Info-Flyer zum Ökumenepreis

Zur Information
Der Ökumenepreis der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) wird alle zwei Jahre verliehen. Der Hauptpreis wird durch die Bank für Kirche und Caritas, durch die Bank für Kirche und Diakonie, durch die Spar- und Kreditbank Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden sowie durch die Spar-und Kreditbank des Bundes Freier evangelischer Gemeinden zur Verfügung gestellt. Der erstmals zu vergebende Innovationspreis wird von der Neuapostolischen Kirche in Deutschland ausgelobt.

Der 1948 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gehören 17 Kirchen an. Acht Kirchen sind Gastmitglieder, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Die ACK repräsentiert rund 50 Millionen Christen in Deutschland. Die Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter entsenden Delegierte in die ACK, die zweimal im Jahr zur Mitgliederversammlung zusammenkommen. Alle drei Jahre wählt die Mitgliederversammlung den Vorstand der ACK. Derzeit ist Erzpriester Radu Constantin Miron Vorsitzender. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, genannt »Ökumenische Centrale«, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Schwerpunkte der Arbeit der ACK in Deutschland sind das gemeinsame Gebet, die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sowie der Kontakt zu anderen ökumenischen Einrichtungen.
www.oekumene-ack.de