Im Juli erschien das neueste Buch aus der Feder von Karl Heinz Voigt.

Im Juli erschien das neueste Buch aus der Feder von Karl Heinz Voigt. Der im Ruhestand in Bremen lebende Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zählt mit seinen Veröffentlichungen, Beiträgen und Lexikonartikeln weit über die eigene Kirche hinaus als profilierter Kenner des Methodismus und engagierter Ökumeniker.

Methodistische Geschichte

Kompaktes Methodismus-Wissen

Das Aufeinandertreffen zweier Kirchenkulturen führt zu einem Paradigmenwechsel. Dargeboten am Beispiel methodistischer Geschichte. Eine Buchvorstellung.

Im Juli erschien das neueste Buch aus der Feder von Karl Heinz Voigt. Der im Ruhestand in Bremen lebende Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zählt mit seinen Veröffentlichungen, Beiträgen und Lexikonartikeln weit über die eigene Kirche hinaus als profilierter Kenner des Methodismus und engagierter Ökumeniker.

Ein Paradigmenwechsel wird sichtbar

Seine neueste Studie zeigt, wie die aus der Reformationszeit herkommende europäische Kirchenkultur in Amerika durch eine völlig andere Kirchenkultur ergänzt wurde. Die in Europa territorial und flächendeckend organisierten Staatskirchen trafen in Amerika auf unabhängig sich entwickelnde kirchliche Strukturen, die sich auf der Basis umfassender Religionsfreiheit herausgebildet hatten. Erstmals begegneten sich diese beiden Kirchentypen durch die Auswandererscharen in Amerika. Später erlebten Kirchen aus den Vereinigten Staaten in Europa Widerstand und Zurückweisungen, als sie dort Fuß fassen wollten. Das Aufeinandertreffen dieser Kirchenkulturen führte dort wie hier zu Konflikten. Am Ende wird jedoch ein Paradigmenwechsel sichtbar.

Eine Brücke zu beiderseitigem Verständnis

Die europäischen Kirchen wurden über Jahrhunderte hinweg durch ihren flächendeckenden Alleinanspruch zu »Betreuungskirchen«. Die methodistische Tradition, um die es in dieser Studie geht, ist geschichtlich durch ihre ursprüngliche Praxis, ihre Theologie und ihre Ordnung als »Missionskirche« organisiert. Karl Heinz Voigt schildert konkret das Aufeinandertreffen und zeigt darin die speziell europäische Erfahrung. Die in über vierhundert Seiten entfaltete Studie ist eine Fundgrube an Information und geschichtlichem Detailwissen. In der von Voigt entfalteten These von den »unterschiedlichen Kirchenkulturen« sieht Walter Fleischmann-Bisten, der vormalige Direktor des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim, »eine Brücke zum beiderseitigen Verständnis«. Thomas Kemper, der noch amtierende Generalsekretär des internationalen Missionswerks der Evangelisch-methodistischen Kirche, sieht in dem Buch eine gerade auch für theologische Laien »ermutigende Lektüre«. Ihn habe besonders angesprochen, »dass Kirche im methodistischen Verständnis nur als missionarische Kirche gelebt werden kann und ohne Laien in der Leitung nicht denkbar ist«.

Ökumenische Partnerschaft profiliert wahrnehmen

Das Buch wendet sich an Interessierte innerhalb und außerhalb der Evangelisch-methodistischen Kirche, die sich mit Grundlagen der methodistischen Denomination auseinandersetzen wollen. Ebenso wendet sich die Studie an methodistische Theologen, Historiker und Journalisten zur Klärung der persönlichen Verantwortung innerhalb des weltweiten Netzes der eigenen Kirche. Außerdem hilft die Studie, Vertretungen in bewusster ökumenischer Partnerschaft profiliert und darum für alle Seiten gewinnbringend wahrzunehmen.

Bildnachweis: Vandenhoeck und Ruprecht (Buchgrafik), Klaus Ulrich Ruof (Voigt)


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

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Rezensionen

Zur Information
Karl Heinz Voigt, Methodisten: Name – Deutung – Wirkung – Gestaltung. Eine kontinentaleuropäische Perspektive, Kirche – Konfession – Religion, Bd. 77, ca. 473 Seiten, gebunden, bis 13.10.2020: € 48,– D / € 50,– A / € 54,99 eBook, danach: € 60,– D / € 62,– A / € 54,99 eBook, Göttingen 2020, ISBN 978-3-8471-1182-5
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