Ehrwürdiger Einsatzort: Das mit dem unterfränkischen Integrationspreis geehrte Leseteam der EmK am Einsatzort der Würzburger Mönchbergschule.

Ehrwürdiger Einsatzort: Das mit dem unterfränkischen Integrationspreis geehrte Leseteam der EmK am Einsatzort der Würzburger Mönchbergschule. Von links nach rechts: Roland und Marianne Dietsch, Pastor Andreas Jahreiß, Shelagh Kordwig, Birgit Häußler (Vorsitzende Förderverein) und Alban Schraut (Schulleiter).

Ehrenamtliches Engagement

Vorbildlich die Integration gefördert

Mit einem Sonderpreis und dem Preisgeld von 800 Euro wurde die Würzburger EmK-Gemeinde für ihr Projekt »Lesekreis an der Mönchbergschule« ausgezeichnet.

Die Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Würzburg ist eine der Preisträgerinnen des unterfränkischen Integrationspreises 2020. Ihr Projekt »Lesekreis an der Mönchbergschule« erhielt den mit einer Urkunde und einem Preisgeld von 800 Euro versehenen Sonderpreis zugesprochen. 

Positive Rückmeldungen der Kinder und Lehrkräfte 

Vorgeschlagen werden konnten nachhaltige, erfolgreiche und vor allem ehrenamtliche Aktivitäten, die in vorbildlicher Weise die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Unterfranken unterstützen. Aus insgesamt elf Projekten wählte die Jury die drei regulären Preisträger aus. Zusätzlich und erstmalig wurde ein Sonderpreis für ein Projekt mit langjähriger Laufzeit verliehen. Damit fände eine besonders nachhaltige Integrationsarbeit statt, die mit dem Sonderpreis geehrt werden sollte.

Mit diesem Sonderpreis wurde die Würzburger EmK-Gemeinde für ihren »Lesekreis an der Mönchbergschule« ausgezeichnet. Es ist ein Projekt, das bereits im Jahr 2011 vom damaligen Pastor der Gemeinde, Andreas Jahreiß, angestoßen wurde. Seit neun Jahren kommt das EmK-Lesekreis-Team einmal wöchentlich an die Schule. In dieser Würzburger Grund- und Mittelschule werden rund 230 Schüler aus 50 verschiedenen Nationen unterrichtet. Das EmK-Team unterstützt dort Kinder mit Migrationshintergrund beim Lesenlernen. Damit sich eine vertraute Lernatmosphäre entwickeln kann, werden die Kinder stets denselben Lesekreispersonen zugeordnet. Im Lesekreis-Team engagieren sich derzeit fünf bis acht Personen, die diesen Dienst ehrenamtlich ausüben. Sowohl von den begleiteten Kindern als auch von den Lehrkräften der Mönchbergschule erhalten sie positive Rückmeldung.

Anreize schaffen, damit Integration besser gelingt

Unter dem Leitspruch »Integration schafft Heimat« hatte die Regierung von Unterfranken, ein Regierungsbezirk im Freistaat Bayern, zum dreizehnten Mal diesen Integrationspreis für gelungene Integrationsarbeit ausgelobt. Das Preisgeld von 5.800 Euro für integrationsfördernde und integrationsbegleitende Maßnahmen bleibeberechtigter Personen hatte das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration zur Verfügung gestellt. Die Preisverleihung soll Ansporn sein, fortwährend neue Ideen in der Praxis umzusetzen und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit sollen, so heißt es in den Unterlagen der Auslobung, Anreize geschaffen werden, »damit die Teilhabe der Zuwanderer in unserer Gesellschaft in noch größerem Maße gelingt und die geleistete Arbeit und damit einhergehend die Motivation für weitere kreative Ideen gefördert werden«.

Die drei Hauptpreisträger waren die »Samstags-Akademie für Auszubildende mit Migrationshintergrund« der Gemeinschaft Sant’Egidio in Würzburg (2.500 Euro), das Projekt »Zukunft findet gemeinsam statt!« vom Integrationsbeirat der Stadt Schweinfurt (1.500 Euro) sowie das »Begegnungszentrum der Kulturen« der Stadt Bad Kissingen (1.000 Euro).

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Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de