Das Holocaust-Mahnmal in Berlin erinnert an die rund sechs Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden.

Mit 2711 quaderförmigen Beton-Stelen erinnert das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, kurz Holocaust-Mahnmal, an die rund sechs Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden. Das Denkmal befindet sich in der historischen Mitte Berlins, unweit des Deutschen Bundestags, des Brandenburger Tors und der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika.

Ökumene und interreligiöser Dialog

Antisemitismus – eine schreckliche Tatsache

Ein per Internetübertragung veranstalteter Studientag klärt über den »neuen Antisemitismus« auf und diskutiert aktuelle Fragen.

»Antisemitismus« und »Nie wieder!« sind im deutschen Wortschatz Begriff und Aussage, die geradezu paarweise vorkommen. Nach dem Ende des Hitlerregimes sollte in der deutschen Gesellschaft Übereinstimmung darüber herrschen, dass es nie wieder zu antisemitischen Handlungen kommen darf. Dass dieser Konsens nicht wirklich besteht, zeigen zahlreiche Nachrichten, die Angriffe auf jüdische Einrichtungen oder Personen melden. Vermehrt beschäftigen sich daher gesellschaftspolitische, pädagogische und kirchliche Angebote mit der Frage nach dem Wiedererstarken des Antisemitismus.

Am kommenden Samstag, dem 24. April, findet dazu ein »Studientag Antisemitismus« statt, der coronabedingt ausschließlich per Internetübertragung durchgeführt wird. Im Mittelpunkt stehen zwei Vorträge über die Frage, was eigentlich Antisemitismus ist und wie sich Antisemitismus im heutigen Alltag zeigt. Dafür konnten Jochen Maurer, Pfarrer für das Gespräch zwischen Christen und Juden in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, und Sybille Hoffmann vom Beratungsgremium des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, gewonnen werden. Darüber hinaus kommen mit Hanna Veiler und Ruth Bostedt in der Veranstaltung jüdische Stimmen zu Wort. In Workshops und einer Podiumsdiskussion wird den Fragen nachgegangen, wie es zum neuen Antisemitismus kommt, wie er sich ausbreitet, ob er auch »in den eigenen Kreisen« vorkommt und welcher Zusammenhang zwischen Israelkritik und Antisemitismus besteht.

Auf Anregung des Ausschusses für ökumenische Beziehungen und interreligiösen Dialog der Süddeutschen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) wird der Studientag gemeinsam von der Theologischen Hochschule Reutlingen, dem Bildungswerk und dem Kinder- und Jugendwerk angeboten.

Bildnachweis: Klaus Ulrich Ruof, EmK-Öffentlichkeitsarbeit


Der Autor

Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links

Informationen zum Studientag

Zur Information

Antisemitismus: Mehr als ein soziales oder religiöses Vorurteil
Studientag zum Thema Antisemitismus
Samstag, 24. April, 9.30 bis 16.30 Uhr, wegen der Corona-Pandemie ausschließlich online.
Für die Teilnahme am Studientag genügt eine E-Mail an info(at)th-reutlingen.de.
Der Studientag wird u.a. aus Mitteln des Landesprogramms »Demokratie stärken!« und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg finanziert.