Einen schriftlichen Appell, die Lage der Christen im Nahen Osten ernst zu nehmen, übergeben Erzbischof Philoxenus Mattias Nayis, Metropolit Isaak Barakat und Bischof Serovpé Isakhanyan (v.r.n.l.) an Dr. Maria Flachsbarth (li.).

Einen schriftlichen Appell, die Lage der Christen im Nahen Osten ernst zu nehmen, übergeben Erzbischof Philoxenus Mattias Nayis, Metropolit Isaak Barakat und Bischof Serovpé Isakhanyan (v.r.n.l.) an Dr. Maria Flachsbarth (li.).

Bedrohte Christen im Nahen Osten

»Die Sorge um Syrien eint uns«

Die Not der Christen im Nahen Osten ist groß. Ein drängender Appell fordert die Politik auf, »die Lage ernst zu nehmen«.

»Wir sind in großer Sorge« ist der erste Satz eines schriftlichen Appells, der im Rahmen der Veranstaltung »Was tun? Zur Lage der Christen im Nahen Osten« am Mittwoch, dem 9. Juni, öffentlich gemacht wurde. Philoxenus Mattias Nayis, Erzbischof der Erzdiözese der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland, Isaak Barakat, Metropolit der Orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland und Mitteleuropa, und Serovpé Isakhanyan, Bischof und Primas der Armenisch-Apostolischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, überreichten diesen Appel an die Politik. Darin machen sie auf die verzweifelte Lage der Christen in Syrien aufmerksam und fordern die politisch Verantwortlichen auf, »die Lage ernst zu nehmen und einen Weg zu finden, wie man die Christen in Syrien unterstützen kann, und zwar nicht, weil sie Christen sind, sondern weil ihr Verbleib in dieser Region von großer Bedeutung ist«.

Die Vielfalt der Religionen und Kulturen im Nahen Osten ist gefährdet

In der Podiumsdiskussion der Veranstaltung diskutierten Maria Flachsbarth, die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Erzpriester Elias Esber, der Beauftragte für Flüchtlinge und Migration der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, und Markus Dröge, emeritierter Bischof und Vorsitzender der Evangelischen Mittelost-Kommission, unter der Moderation von Wiltrud Rösch-Metzler von Pax Christi. Dabei ging es um die Möglichkeiten der Erhaltung einer multireligiösen, multiethnischen und vielfältigen Gesellschaft in Syrien und im ganzen Nahen Osten. Anhand von Einzelschicksalen und Zeugnissen aus Syrien wurde die besorgniserregende Situation deutlich. »Die Sorge um Syrien eint uns«, sagte Flachsbarth in der Diskussion. Es sei das Ziel der Bundesregierung, »ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und Religionen zu befördern und sicherzustellen«.

Gebet für die bedrängten Christen im Nahen Osten

In der die Veranstaltung abschließenden Andacht wurde die so aussichtslos erscheinende Lage der Christen im Nahen Osten ins Gebet gebracht und um Kraft, Geduld und Zuversicht für die Menschen dieser Region in den bedrängenden Situationen gebetet.

Die in Berlin mit Publikum durchgeführte und live im Internet übertragene Veranstaltung wurde gemeinsam getragen von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), dem Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB), der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) und der Katholischen Akademie in Berlin.

Bildnachweis: Philipps, ÖRBB


Der Autor

Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links

Appell zur Lage der Christen im Nahen Osten (PDF)