Bischof Harald Rückert bei seiner Predigt auf der Bundesgartenschau in Erfurt am 19. September.

Bischof Harald Rückert bei seiner Predigt auf der Bundesgartenschau in Erfurt am 19. September. Viele Menschen sehnten sich nach Wertschätzung und danach »einfach nur wahrgenommen zu werden«, analysiert Bischof Harald Rückert die Lebenssituation vieler Menschen. Diesen »Lebensdurst« wolle Jesus stillen.

EmK auf der Buga in Erfurt

Durst nach gelingendem Leben

Eine Woche lang gestalteten Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche die geistlichen Angebote bei der Bundesgartenschau in Erfurt.

Die zurückliegende Woche hatte die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) bei der Bundesgartenschau (Buga) in Erfurt die Andachten und den Sonntagsgottesdienst zu gestalten. Im Gottesdienst predigte Harald Rückert, der für Deutschland zuständige Bischof der EmK.

Das Motto der Kirchen auf der Bundesgartenschau in Erfurt ist »ins Herz gesät«. Etwas säen, etwas ins Herz säen, drücke Vertrauen und Sehnsucht aus sowie Glaube, Liebe und Hoffnung, schreiben die ökumenischen Veranstalter im Rahmenprogramm für das geistliche Begleitangebot. Mit knapp achthundert Veranstaltungen, darunter fast vierhundert Gottesdiensten und Andachten stellten die Kirchen Themen des Lebens in den Mittelpunkt. Die vergangene Woche stand als »Wasserwoche« unter dem Titel »Alles klar!«. Dafür hatten die der Buga-Stadt Erfurt nahegelegenen EmK-Gemeinden die Verantwortung für die geistlichen Akzente im Kirchenpavillon auf dem Buga-Gelände übernommen.

Vom Wasser als grundlegendem »Element des Lebens« und vom Durst, der durch Wasser gestillt wird, sprach Bischof Rückert in seiner Predigt. Wie der Mensch körperlichen Durst habe, so habe er aber auch einen »Durst nach einem gelingenden Leben«. Äußerlicher Wohlstand könne, so Rückert, »nicht über ein immer langweiliger und sinnloser werdendes Leben hinwegtäuschen«. Deshalb sehnten sich viele Menschen nach Wertschätzung und danach »einfach nur wahrgenommen zu werden«, analysiert der Bischof die heutige Lebenssituation vieler Menschen. Diesen »Lebensdurst« wolle Jesus stillen. Wie Wasser den Blumen, Sträuchern, Büschen, Bäumen und Gräsern auf der Buga Leben spende und zum Blühen bringe, »so will Jesus uns aus seiner Quelle beleben und zum Blühen bringen«, beschrieb Rückert die Kraft des Glaubens an Jesus Christus.

Die Planungen für die kirchlichen Angebote bei der Bundesgartenschau hatten einen mehr als zwei Jahre dauernden Vorlauf. Die Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche übernahmen die Verantwortung für die Gestaltung der geistlichen Angebote während einer Veranstaltungswoche mit täglich zwei Andachten und dem abschließenden Sonntagsgottesdienst. In der Woche mitgewirkt hatten Pastorin Katrin Schneidenbach und Pastor Matthias Zieboll vom Bezirk Thüringen Südost sowie die Pastoren Jörg Recknagel vom Bezirk Zeitz/Gera, Eric Söllner vom Bezirk Jena und Hendrik Walz vom Bezirk Thüringer Vogtland.

Bildnachweis: Tabea Fuchs


Der Autor

Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links

Kirche auf der Buga  

Zur Information

Der Kirchenpavillon wird nach der Bundesgartenschau abgebaut. Für eine Nachnutzung, auch für das von einer Erfurter Künstlerin gestaltete Glaskreuz des Kirchenpavillons, können sich Interessenten melden:
Pavillon: buga21(at)ekmd.de; Glaskreuz: gläserne-werkstatt(at)gmx.de.