Dr. Ulrike Schuler und Dr. Paul Chilcote sind die beiden diesjährigen Preisträger, die sich in besonderer Weise um die methodistische Geschichtsforschung verdient gemacht haben.

Dr. Ulrike Schuler und Dr. Paul Chilcote sind die beiden diesjährigen Preisträger, die sich in besonderer Weise um die methodistische Geschichtsforschung verdient gemacht haben.

Internationaler Methodismus

Einsatz für eine »Kultur der Erinnerung«

Für ihre Verdienste um die Methodismusforschung erhält die Reutlinger Historikern Ulrike Schuler eine internationale methodistische Auszeichnung.

Am 16. September wurden Ulrike Schuler und Paul Chilcote mit einer internationalen methodistischen Auszeichnung geehrt. Die Reutlinger Professorin für Kirchengeschichte, Methodismus und Ökumenik an der Theologischen Hochschule Reutlingen (THR) und der als Interimsdirektor für Globale Wesleyanische Theologie am Wesley House im englischen Cambridge wirkende US-amerikanische Theologe erhielten die »Auszeichnung für hervorragende Dienste«. Der Preis wird von der internationalen Kommission für Archive und Geschichte (General Commission on Archives and History, GCAH) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) vergeben. Damit werden Persönlichkeiten geehrt, »die sich in besonderer Weise um die methodistische Geschichtsforschung verdient gemacht haben«.

Im Gratulationsschreiben zur Ankündigung der Preisverleihung wird Schulers »umfassender, hervorragender, engagierter und beispielhafter Einsatz innerhalb der Evangelisch-methodistischen Kirche für eine besondere Kultur der Erinnerung« gewürdigt. Die Leidenschaft der evangelisch-methodistischen Professorin zeige sich in ihrer Forschung, ihren Veröffentlichungen und ihren Lehrveranstaltungen. Ihr Einfluss in den verschiedensten Ebenen der kirchlichen Arbeit, bei Konferenzen und bis an die Basis in den Gemeinden, sei »bemerkenswert und außergewöhnlich«. Unter den bisherigen Preisträgern ist Schuler erst die zweite Person aus Deutschland, deren Engagement für die methodistische Geschichtsschreibung auf diese Weise geehrt wird. Der erste deutsche Preisträger war der im Ruhestand in Bremen lebende EmK-Pastor und Historiker Karl Heinz Voigt, der den Preis 2007 erhielt.

Üblicherweise findet die Preisverleihung im Rahmen einer Jahrestagung der Kommission für Archive und Geschichte mit einem festlichen Bankett statt. Infolge der coronabedingt restriktiven Einreisebestimmungen der Vereinigten Staaten musste die diesjährige Preisverleihung im Rahmen einer Videoübertragung per Internet erfolgen.

Bildnachweis: privat


Der Autor

Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de