Barry Sloan: Wähler, Pilger, Pastor, Visionär - und Impulsgeber

Barry Sloan: Wähler, Pilger, Pastor, Visionär - und Impulsgeber

Impuls

Nachwahl

Die Medien deuten die Ergebnisse der diesjährigen Bundestagswahl, und Politiker denken über Koalitionen nach. Barry Sloan empfiehlt: Wählen gehen.

Der in der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland tätige und aus Nordirland stammende Pastor meldet sich nach der Bundestagswahl mit einem Facebook-Eintrag mit einer einfachen wie überraschenden Botschaft zu Wort: Gewählt wird nicht nur, wenn gewählt wird.

Pastor, Autor, Pilger, Visionär – und Wähler

Barry Sloan wurde 1965 in Nordirland geboren. Nach einer technischen Ausbildung und Tätigkeit studierte er Theologie und wurde Pastor der Methodistischen Kirche in Irland. Seit 1998 lebt er in Deutschland und arbeitete zunächst 13 Jahre lang als Pastor der EmK-Gemeinde in Chemnitz-Erlöserkirche. Vor fünf Jahren wurde er als Leiter für das Evangelisationswerk der EmK in Deutschland berufen und hinterlässt seither direkt und indirekt bis weit über die Grenzen seiner zweiten Heimat hinaus wertvolle Spuren. Seinen Wohnsitz hat er weiterhin in Chemnitz, wo er sich zudem mit seiner Frau und weiteren Personen für die Neubelebung eines Stadtviertels engagiert. Daneben bezeichnet er sich als »lebenslanger Pilger«, und auch das Buch, das er geschrieben hat, widmet sich diesem Thema (»Pilgern auf Irisch«).

Worte zur Wahl in seiner »Wahl«-Heimat

In all diesen Engagements zeigt sich eine ehrliche und glaubwürdige Nähe zu den Menschen. Und diese Nähe ist es auch, diese Verwurzelung im realen Leben, die seine Worte über das Wählen prägen. Worte, die es verdienen, gehört zu werden, auch wenn keine Bundestags- oder andere Wahl ansteht. In seinem Facebook-Eintrag am Tag nach der Bundestagswahl schrieb er:
»Gestern habe ich gewählt. Nicht bei der Bundestagswahl. Ich bin kein deutscher Bürger und darf hier nicht wählen. Aber ich habe gestern trotzdem gewählt. Ich werde es auch heute tun. Und mit Gottes Gnade auch morgen und übermorgen. Jeden Tag wähle ich. Bewusst. Oder unbewusst. Jeder Tag ist Wahltag. Ich kann Hass wählen. Oder Liebe. Großzügigkeit oder Gier. Beleidigen oder Segnen. Schubladendenken oder Offenheit. Rechthaberei oder Demut. Ungeduld oder Geduld. Ausgrenzen oder Einschließen. Bitterkeit oder Vergebung. Egoismus oder Gemeinwohl. Aufbauen oder Fertigmachen. Resignation oder Hoffnung. Wut oder Gebet. – Wie wir im Alltag wählen, prägt und formt unsere Gesellschaft – und, ja, auch die Politik. Wir sind das Volk. Lasst uns heute wählen gehen.«

Der Autor
Urs Schweizer in einem Beitrag für die Internetseite der EmK in der Schweiz. Er arbeitet in Zürich als Assistent von Patrick Streiff, der als Bischof für die Zentralkonferenz der EmK für Mittel- und Südeuropa zuständig ist. Kontakt über: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Homepage des Evangelisationswerks der EmK
Homepage der Methodistischen Kirche in Irland
Pilgern auf Irisch