Andreas Hertig mit Gedanken zu einem Abschnitt aus 1. Korinther 15, 20–21

Andreas Hertig mit Gedanken zu einem Abschnitt aus 1. Korinther 15, 20–21

Wort auf den Weg

Das Grab des Erlösers dieser Welt blieb leer, weil Jesus lebt.

Kennen Sie diesen brillanten Komiker noch? Er hatte einen Zweifingerschnurrbart, trug übergroße Hosen und Schuhe, einen Bambusstock in der Hand und eine Melone auf dem Kopf ...

Zu dieser Beschreibung passt nur ein Name: Charlie Chaplin – eine amerikanische Filmlegende, ein wunderbarer Künstler, der das 20. Jahrhundert geprägt hat.

Unerwartet dramatisch wurde es um Chaplin noch einmal, nachdem er Ende des Jahres 1977 gestorben war. Nach der Beerdigung in Corsier-sur-Vevey (Schweiz) waren kaum zwei Monate vergangen, als nachts zwei dunkle Gestalten auf den Friedhof schlichen. Erstaunt fand der Wärter am Morgen des 2. März 1978 Chaplins Grab geöffnet vor – der Sarg samt Leichnam war verschwunden. Die Diebe wollten von den Hinterbliebenen 600.000 Schweizer Franken erpressen. Der Plan scheiterte. Die Täter wurden gefasst und die sterblichen Überreste des großen Komikers erneut beigesetzt. Chaplins Witwe ließ danach eine zwei Meter dicke Betonschicht aufgießen. Sie wollte es nicht riskieren, dass noch einmal jemand versucht, den Leichnam ihres Mannes zu entführen.

Jesu Grab wurde bewacht

Auch im Fall von Jesus wollten die Verantwortlichen in der jüdischen Führung sicherstellen, dass niemand das Grab anrührt. Jesu Leichnam sollte begraben bleiben. So baten die Hohenpriester und Pharisäer Pilatus darum, sein Grab speziell zu bewachen. Pilatus ordnete dies an. So berichtet das Matthäusevangelium: »Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein« (Matthäus 27,66). Auch das Grab Jesu war gleichsam »zubetoniert« worden: Ein großer Stein lag davor, diesen hatten die Römer versiegelt. Damit würde jedes unbefugte Öffnen entdeckt werden. Zudem sollten Soldaten das Grab bewachen. Doch die Auferstehung konnte trotz all der Sicherheitsvorkehrungen nicht verhindert werden.

Charlie Chaplins Leiche wurde gefunden und ein zweites Mal beerdigt. Jesus dagegen erschien seinen Jüngern, er sprach und aß mit ihnen – 40 Tage lang, bis zu seiner Himmelfahrt. Das Grab des Erlösers der Welt blieb leer, weil Jesus lebt. Seine Auferstehung ist der Grund für unsere Hoffnung!

Hoffnung jenseits unserer Möglichkeiten

Peter Hahne, der bekannte Fernsehjournalist, meint, das Problem unserer Zeit sei, dass wir unser Leben immer auf etwas bauen, das von uns selbst abhängt: von unserer Karriere, unserem Geld, Erfolg, Beruf oder Wissen. Das heißt: Wir setzen unsere Hoffnung immer nur auf das, was wir uns selbst machen können. Damit aber endet an unseren menschlichen Grenzen auch unsere Hoffnung. Wir brauchen ein anderes Fundament. Wir brauchen Jesus Christus, dessen Macht grenzenlos ist. Er hält uns, solange wir leben, und trägt uns, wenn wir sterben. Deshalb ermutige ich Sie: Glauben Sie den ersten Zeugen von Jesu Auferstehung und knüpfen Sie eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus! Sie werden dabei die wahre Osterfreude erleben, die Ihr Herz froh macht und eine Lebensperspektive schenkt, die weit über dieses Leben hinausreicht.

Foto: Vincent van Gogh / La Résurrection de Lazare / wikipedia.org / gemeinfrei
Entnommen aus: »unterwegs« 8/2017