Amtsübergabe in den Räumlichkeiten der Kirchenkanzlei in Frankfurt am Main: Bischof Harald Rückert und seine Amtsvorgängerin Bischöfin Rosemarie Wenner

Amtsübergabe in den Räumlichkeiten der Kirchenkanzlei in Frankfurt am Main: Bischof Harald Rückert und seine Amtsvorgängerin Bischöfin Rosemarie Wenner

Bischöfin Wenner im Ruhestand

Stabübergabe in der EmK in Deutschland

Harald Rückert ist jetzt der amtierende Bischof der EmK in Deutschland. Mit Wirkung vom 12. Mai übernimmt er die Amtsgeschäfte von seiner Vorgängerin.

Harald Rückert ist jetzt verantwortlicher Bischof für die Zentralkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland. Seine Vorgängerin, Bischöfin Rosemarie Wenner, übergab ihm heute offiziell die Amtsgeschäfte in der Kirchenkanzlei der EmK in Frankfurt am Main.

»Die Erfahrung, dass in diesem Amt auch immer Menschen mit gutem Rat, Unterstützung und Begleitung da waren, hat gutgetan«, betonte die aus dem Amt scheidende Bischöfin. Diese Erfahrung wünsche sie auch ihrem Nachfolger. Wenner hatte das Amt zwölf Jahre inne und tritt in den Ruhestand.

»Es geht darum, dass wir nach unseren Gaben, unseren Möglichkeiten und an unseren Orten die Mission ausführen, zu der wir berufen sind«, erklärte Rückert beim Empfang anlässlich der Übergabe der Amtsgeschäfte. Für die intensive Begleitung und Einarbeitung in die neue Aufgabe dankte Rückert seiner Vorgängerin sehr herzlich.

Rückert ist jetzt für 52.000 Methodisten in rund 500 Gemeinden und für über 300 Hauptamtliche im aktiven pastoralen Dienst in Deutschland zuständig. Zu seinen Aufgaben gehören die Leitung der drei Jährlichen Konferenzen (Kirchenparlamente) in Deutschland und die Vertretung der EmK in nationalen und internationalen Gremien. Zudem obliegt ihm das Recht, Pastorinnen und Pastoren ihren Dienstort zuzuweisen. Bei der ab Mittwoch kommender Woche in Chemnitz tagenden Ostdeutschen Jährlichen Konferenz ist er erstmals im Rahmen seiner offiziellen Amtsgeschäfte tätig. Zuletzt war Rückert Leitender Pastor im Gemeindebezirk Reutlingen. Zuvor war er Superintendent für den Distrikt Reutlingen und wirkte in verschiedenen Gremien und Aufgabenbereichen, in denen es schwerpunktmäßig um Gemeindeaufbau und diakonische Einrichtungen ging.

Rosemarie Wenner war im Frühjahr 2005 als erste Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche außerhalb der USA in das kirchenleitende Amt gewählt worden. Während ihrer Zeit als Bischöfin war sie zwei Jahre Präsidentin des internationalen Bischofsrats der EmK. In Deutschland ist sie seit vier Jahren Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und war bis zuletzt Mitglied im Präsidium der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), davon drei Jahre als Vorsitzende. Als Bischöfin im Ruhestand gehört sie dem EmK-Bischofsrat weiterhin an und übernimmt in dessen Auftrag Aufgaben im internationalen Kontext der Kirche.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Presseinformationen Bischof Rückert
Presseinformationen Bischöfin i. R. Wenner

Zur Information
Das Bischofsamt in der Evangelisch-methodistischen Kirche
Die Hauptaufgaben des bischöflichen Dienstes in der Evangelisch-methodistischen Kirche sind (1) die Leitung der jährlich tagenden Konferenzen im Bischofsgebiet, (2) die Mitarbeiterführung durch Dienstzuweisungen der Hauptamtlichen in Gemeindebezirke und Dienstaufgaben als Ausdruck der missionarisch angelegten Sendungsstruktur der Kirche, (3) die Verbindung der Gemeindebezirke und Konferenzen untereinander und zu den Evangelisch-methodistischen Kirchen in den benachbarten Ländern sowie die Mitwirkung im internationalen Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche und die Gestaltung der ökumenischen Beziehungen zu anderen Kirchen und (4) vielfältige geistliche und repräsentative Aufgaben.

Foto: Volker Kiemle, EmK Öffentlichkeitsarbeit