Dorothee Büürma bei ihrer Einführung am 15. September als Pastorin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Salzburg durch Superintendent Stefan Schröckenfuchs.

Dorothee Büürma bei ihrer Einführung am 15. September als Pastorin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Salzburg. Superintendent Stefan Schröckenfuchs führte sie ins Amt ein.

EmK-Gemeinde in Salzburg hat reformierte Pfarrerin

Eine aus Deutschland stammende Pfarrerin der United Reformed Church ist neue Pastorin der EmK im österreichischen Salzburg. Die GEKE macht‘s möglich.

In der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) wurde am vergangenen Sonntag, dem 15. September, Dorothee Büürma als Pastorin der evangelisch-methodistischen Gemeinde in Salzburg, Österreich, eingesetzt. Das Besondere an dieser, von Superintendent Stefan Schröckenfuchs durchgeführten Einsetzung in den neuen Dienst, ist die Tatsache, dass Büürma Pfarrerin der Vereinigten Reformierten Kirche (United Reformed Church, URC), einer reformierten Kirche in Großbritannien, ist. In ihrer Antrittspredigt hob die neue Pastorin hervor, wie Gott sich auf die Suche nach den Verlorenen mache und sich von Herzen freue, wenn er sie findet und ihnen damit wieder eine Zukunft eröffnen kann. So habe auch Jesus stets die Gemeinschaft mit denen gesucht, die von der Gesellschaft als »verloren« angesehen wurden.

Aus Deutschland über England nach Österreich

Die neue Salzburger EmK-Pastorin stammt aus einer lutherischen Pfarrersfamilie aus dem baden-württembergischen Kupferzell. Nach ihrem Abitur hatte sie als »Family Church Worker« in einer methodistischen Gemeinde im englischen Manchester gearbeitet. Ihr Studium der Kontextuellen Theologie absolvierte sie am »Luther King House«, einer theologischen Ausbildungsstätte, die in Manchester von verschiedenen kirchlichen Denominationen (reformiert, methodistisch, baptistisch) gemeinsam betrieben wird. Im Jahr 2013 wurde sie zur Pfarrerin der United Reformed Church (URC) in England ordiniert. Seit dem 1. September ist Büürma, die weiterhin Pfarrerin der URC ist, als Pastorin in der EmK in Salzburg im Dienst. Ökumenische Offenheit und die Bereitschaft über konfessionelle Grenzen hinaus zu denken sind ein wesentliches Merkmal der neuen Salzburger Pastorin. Merkmale, die auch für die Salzburger EmK-Gemeinde prägend sind.

Praktizierte Ökumene

Die jetzt in der EmK-Gemeinde Salzburg praktizierte ökumenische Dienstzuweisung basiert auf der Grundlage der gegenseitigen Anerkennung der Kirchen innerhalb der »Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa« (GEKE). Diese Kirchengemeinschaft schließt die gegenseitige Anerkennung von Amt und Ordination ein.

Bildnachweis: Bernhard Pöll, EmK Österreich


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
www.emk.at/blog/die-emk-salzburg-hat-eine-neue-pastorin
Luther King House
Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)

Zur Information
Die United Reformed Church (URC) entstand 1972 aus dem Zusammenschluss der Presbyterianische Kirche Englands (Presbyterian Church of England) und der Kongregationalistischen Kirche in England und Wales (Congregational Church in England and Wales). In den Jahren 1981 und 2000 schlossen sich ihr die Reformed Churches of Christ sowie die Congregational Union of Scotland an. Derzeit gehören der URC rund 150.000 Erwachsene und 100.000 Kinder und Jugendliche in 1.750 Gemeinden an.
www.urc.org.uk/