Ein Virus bringt weltweit die Veranstaltungskalender kleiner und großer Organisationen durcheinander.

Ein Virus bringt weltweit die Veranstaltungskalender kleiner und großer Organisationen durcheinander. Auch viele kirchliche Veranstaltungen sind davon betroffen.

Neue Veranstaltungstermine

Verschoben – nicht abgesagt

Nicht nur die EmK muss Konferenzen verschieben. Auch das Bundesposaunenfest und die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen sind betroffen.

Ein Virus bringt weltweit die Veranstaltungskalender kleiner und großer Organisationen durcheinander. Wie bereits berichtet ist auch die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) davon betroffen. Die verschobene Generalkonferenz ist jetzt für die Zeit vom 29. August bis 7. September 2021 neu angesetzt. Aufgrund dieser Verschiebung musste auch die Zentralkonferenz Deutschland neu terminiert werden. Diese wird vom 9. bis 13. November 2021 voraussichtlich in Zwickau stattfinden. Im Folgenden einige weitere Verschiebungen, die in kirchlichen Terminkalendern neu einzutragen sind.

Bundesposaunenfest »Con Spirito«

Das ursprünglich für Mai kommenden Jahres geplante Bundesposaunenfest des Bundes Christlicher Posaunenchöre Deutschlands (BCPD) ist um ein Jahr verschoben worden. Der neue Termin des »Con Spirito« genannten Festes ist der 13. bis 15. Mai 2022. Matthias Kapp, Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Marbach am Neckar und Vorsitzender des BCPD, freut sich, dass »diese für unsere Bläserarbeit wichtige Sache« nicht ausfällt, sondern nur verschoben ist. Die schon getroffenen Vorbereitungen mit einem großen Marktplatzblasen in Tübingen und einer »Wassermusik« auf dem durch Tübingen fließenden Neckar pausieren zunächst und werden für das Jahr 2022 wieder aufgenommen.

EmK-Kongress nimmt ganz neuen Anlauf

Weit über fünfhundert Erwachsene und Kinder waren Ende April dieses Jahres zum EmK-Kongress »Wer hofft, lebt anders« erwartet worden. Ein umfangreiches Programm mit vielen Angeboten und besonderen Veranstaltungen war vorbereitet worden. Der mitten in der heißen Phase der corona-bedingten Versammlungsverbote liegende Termin musste zunächst ohne Aussicht auf einen Ersatztermin abgesagt werden. Zwischenzeitlich haben die Veranstalter einen neuen Termin ins Auge gefasst. Drei Jahre werden ins Land gehen, bevor es vom 28. April bis zum 1. Mai 2023 einen neuen Kongress geben wird. »Es wäre ein supertoller EmK-Kongress geworden«, erklärte Wilfried Röcker im Rahmen der Beratungen für eine Neuansetzung des Kongresses. Der Leiter des Bildungswerks der Evangelisch-methodistischen Kirche ist jedoch zuversichtlich, dass mit einem sich neu formierenden Vorbereitungsteam und wahrscheinlich auch einem neuen Thema, eine gute Fortsetzung der schon traditionsreichen EmK-Kongresse erfolgen wird.

Weltkirchenrat verschiebt Vollversammlung auf 2022

Die für September 2021 in Karlsruhe geplante Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) wird aufgrund der »unkalkulierbaren globalen Risiken« in der Corona-Pandemie in die zweite Jahreshälfte 2022 verschoben. Die Vorsitzende des für die Organisation der Veranstaltung zuständigen Zentralausschusses, die kenianische Anglikanerin Agnes Abuom, ist zuversichtlich, dass mit der Verschiebung ins Jahr 2022 eine umfassende Teilnahme möglich sein werde. Am Termin festzuhalten, hätte bedeutet, dass vor allem die Delegierten und Gäste aus Ländern mit schlechterem Gesundheitswesen und schwächerer Wirtschaft vermutlich nicht hätten teilnehmen können. Am Veranstaltungsort Karlsruhe wird festgehalten. Der neue Termin der Vollversammlung werde derzeit mit den Karlsruher Messe- und Kongressveranstaltern gesucht und festgelegt. Die Vollversammlung, zu der über achthundert Delegierte und viele Gäste und Besucher aus allen Teilen der Welt erwartet werden, ist das höchste Entscheidungsgremium des ÖRK und tagt alle acht Jahre. Sie legt die Grundsätze und Leitlinien für die nächsten Jahre fest und wählt den Zentralausschuss, die wichtigste Instanz zwischen den Vollversammlungen. Zum ÖRK gehören 350 anglikanische, orthodoxe und protestantische Kirchen mit zusammen über 500 Millionen Mitgliedern.

Pro-Christ weicht der Fußball-EM aus

Die für Juni 2021 geplante Pro-Christ-Evangelisationsreihe »hoffnungsfest 2021– Gott erleben, Jesus begegnen« wird auf November des gleichen Jahres verschoben und in einem veränderten Format stattfinden. Das teilt der Pro-Christ-Vorstand mit. Die überkonfessionelle Großveranstaltung wird nun vom 7. bis 13. November 2021 übertragen werden. Grund dafür ist vor allem die corona-bedingte Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft auf Sommer 2021. Wie Cosima Eberlein von der Pro-Christ-Geschäftsstelle in Kassel sagte, soll mit der Verschiebung eine Konkurrenz zu dem sportlichen Großereignis verhindert werden. Hauptredner bei diesem modernen Evangelisationsformat sind nach wie vor die aus Südkorea stammende Theologieprofessorin Mihamm Kim-Rauchholz von der Theologischen Hochschule Bad Liebenzell sowie der Theologe und gebürtige Sudanese Yassir Eric aus Korntal bei Stuttgart.

Bildnachweis: Myriam Zilles auf Pixabay


Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Weiterführende Links
Bundesposaunenfest 2022
EmK-Kongress
Ökumenischer Rat der Kirchen
Pro-Christ