Süddeutsche Konferenz Von Olaf Hinrichsen | Michael Löffler (par)  | 

Neuer Bezirk Neckar-Voralb feiert Himmelfahrt

In einer Gaststätte sitzen und stehen viele Menschen unterschiedlichen Alters. Sie tragen Namensschilder in verschiedenen Farben. Mittendrin steht ein Kreuz, an dem sechs unterschiedlich gefärbte Bänder befestigt sind.
Zum Himmelfahrtsgottesdienst im Gerber Bräu Brauhaus in Uhingen kamen Menschen aus sechs EmK-Bezirken zusammen und feierten den künftigen Bezirk Neckar-Voralb.
Bildnachweis: Markus Kuhn/kuhnograph
Sechs EmK-Bezirke feierten in Uhingen gemeinsam Christi Himmelfahrt und stimmten sich auf den neuen Bezirk Neckar-Voralb ein.
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Mit einem gemeinsamen Gottesdienst an Christi Himmelfahrt haben sich sechs Bezirke der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) auf die Gründung des neuen Bezirks Neckar-Voralb eingestimmt. Im »Gerber Bräu Brauhaus« in Uhingen kamen viele aus den beteiligten Gemeinden zusammen, um den bevorstehenden Zusammenschluss zu feiern. Zum neuen Bezirk gehören die bisherigen Bezirke Esslingen, Göppingen, Kirchheim unter Teck, Nellingen, Plochingen und Weilheim. Die offizielle Gründung des neuen Bezirks ist für den 17. Juni vorgesehen.

Gemeinsam auf dem Weg

Bereits zu Beginn des Gottesdienstes wurde deutlich, dass die Gemeinden auf einen besonderen Moment zugehen: Der Posaunenchor eröffnete die Feier mit der Melodie von »The Final Countdown«. Die sechs Bezirke zählen gewissermaßen die letzten Wochen bis zu ihrem Zusammenschluss herunter. Beim anschließenden Mittagessen blieb viel Zeit für Begegnungen und Gespräche.

Gottes Bund mit den Menschen

Der Gottesdienst stand unter dem Motto »Gottes Bund mit uns«. Im Mittelpunkt stand Gottes Treue zu den Menschen.

Pastor Bernd Winkler erinnerte an den Bund Gottes mit Noah nach der Sintflut. Der Regenbogen sei bis heute Zeichen dafür, dass Gott den Menschen seine Treue zusagt – unabhängig davon, was Menschen leisten oder verdienen können.

Diese Zusage ziehe sich durch die gesamte biblische Geschichte: von Abraham über den Bund am Sinai bis hin zu den Verheißungen des Propheten Jeremia. In Jesus Christus habe Gott seinen Bund endgültig für alle Menschen geöffnet. Das Abendmahl erinnere bis heute an diese Zusage.

Die Pastorinnen Anette Obergfell und Tabea Münz griffen das Bild des Regenbogens auf und bezogen es auf den entstehenden Bezirk Neckar-Voralb. Jeder der bisherigen Bezirke bringe eigene Prägungen und besondere Gaben ein. Wie die Farben eines Regenbogens sichtbar bleiben und zugleich ein Ganzes bilden, sollen auch die bisherigen Bezirke ihre Eigenständigkeit bewahren und dennoch gemeinsam wirken.

Im Kreuz verbunden

In ihrem geistlichen Impuls knüpften Pastor Holger Panteleit und Pastorin Tabea Münz an den Himmelfahrtstag an. Christi Himmelfahrt bedeute nicht Abschied, sondern Vollendung. Jesus Christus sei nicht fern, sondern gegenwärtig – auch auf dem gemeinsamen Weg des neuen Bezirks.

Veranschaulicht wurde dieser Gedanke durch sechs verschiedenfarbige Bänder. Sie führten symbolisch aus den Bezirken auf das Kreuz zu und fanden dort ihren gemeinsamen Mittelpunkt. Zugleich liefen die Bänder vom Kreuz wieder hinaus in die Welt – als Zeichen dafür, dass Gemeinden gesandt sind, Gottes Liebe weiterzugeben.

Hintergrund zum neuen Bezirk

In der Süddeutschen Jährlichen Konferenz, einem Parlament der EmK, schließen sich derzeit zahlreiche Bezirke zu größeren Bezirken zusammen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu stärken und personelle Ressourcen gezielt zu bündeln.

Der Autor

Olaf Hinrichsen ist Lokaler Prediger (Predigthelfer) der EmK-Gemeinde Göppingen sowie Öffentlichkeitsbeauftragter des Bezirks und des Lenkungskreises zur Vorbereitung des neuen Bezirks Neckar-Voralb.

Redaktionelle Bearbeitung: Michael Löffler ist Theologischer Leiter der EmK-Kirchenkanzlei mit Sitz in Frankfurt am Main und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de