Gebetsaufruf des Bischofsrats
Das für Oktober 2026 geplante Führungskräfte-Treffen soll ein globaler, generationsübergreifender Raum sein, um auf den Heiligen Geist zu hören und sich »eine Kirche, die noch entstehen wird« vorzustellen – eine Kirche, die bereit sei, kühn zu lieben, bereitwillig zu dienen und entschlossen voranzugehen. »Dies ist mehr als nur ein weiteres Treffen im Kalender«, sagte Bischof Ruben Saenz Jr., seit Mai Präsident des Bischofsrats und Mitvorsitzender des Vorbereitungsteams. Es sei eine Gelegenheit, Hoffnung, Vision und neue Perspektiven für die Zukunft der Kirche zu gewinnen.
Geistlich geprägter Beratungsprozess
Die Tagung knüpft an die Impulse der Generalkonferenz 2024 und die erneuerte Vision an, die der Bischofsrat und der Connectional Table im Jahr 2025 gemeinsam verabschiedet haben. Erwartet werden Bischöfe, Generalsekretärinnen und Generalsekretäre, Geistliche, Laien sowie werdende Führungskräfte – darunter viele junge Erwachsene aus allen Bischofsgebieten der Kirche. Gemeinsam sollen Perspektiven für Zeugnis und Struktur der Kirche weiterentwickelt werden.
Das »Leadership Gathering 2026« ist nicht als gesetzgebende Versammlung angelegt, sondern als geistlich geprägter Beratungsprozess. Im Mittelpunkt stehen Gottesdienste, gemeinsames Lernen, geistliche Gespräche und das gemeinsame Hören auf Gottes Geist. Jedes Bischofsgebiet entsendet in der Regel drei Personen, darunter mindestens eine junge Person unter 35 Jahren. Damit soll das Anliegen einer generationsübergreifenden Leitung sichtbar werden. Aus Deutschland nehmen Bischof Werner Philipp, Pastorin Marie-Theres Ringeis, Richard Künzel und Deborah Holzapfel teil, außerdem Imke Sewing, Pastor Moritz Mosebach sowie Pastorin Anne Detjen, die im Vorbereitungsteam mitarbeitet.
Vorbereitung läuft weltweit
Die weltweite Vorbereitung des »Leadership Gathering 2026« läuft bereits seit Monaten. Webinare zu Themen wie »Kühn lieben«, »Bereitwillig dienen« und »Entschlossen vorangehen« erreichten bislang mehr als 42.000 Aufrufe und werden durch weitere Materialien ergänzt. Auch regionale Rückmeldungen und Umfrageergebnisse fließen in die weiteren Planungen ein.
Die Struktur der Versammlung umfasst sogenannte »Covenant Groups«, die sich mit Themen wie Jüngerschaft, Leitung, Wirkung, verantwortlicher Haushalterschaft und gegenseitiger Rechenschaft beschäftigen. Weitere Schwerpunkte sind jüngere Generationen, Glaubensbildung und globale Perspektiven innerhalb der Kirche.
Calgary, eine Stadt in der kanadischen Provinz Alberta nahe der Rocky Mountains, wurde nicht nur wegen seiner Gastfreundschaft als Veranstaltungsort ausgewählt, sondern auch als symbolischer Ort des Zusammenkommens unterschiedlicher Kulturen und Traditionen. Die Verantwortlichen betonen zudem die Wichtigkeit, sich mit der geistlichen und historischen Prägung des Landes auseinanderzusetzen, einschließlich der Beziehungen mit den Völkern der Ureinwohner.
Die Verantwortlichen haben Herausforderungen bei der Vorbereitung eingeräumt. So bleibt etwa die Visumbeschaffung für Teilnehmende aus einigen afrikanischen Ländern schwierig. Ein eigenes Team arbeitet daran, eine möglichst gerechte Beteiligung sicherzustellen.
»Wir bringen nicht einfach nur Menschen zusammen«, sagte die bisherige Präsidentin des Bischofsrats, Bischöfin Tracy S. Malone. »Wir gestalten ein weltweites, generationsübergreifendes Treffen, bei dem gemeinsam an einem Bild der Kirche gearbeitet wird, die wir künftig sein wollen.«
Weiterführende Links
Pressemeldung: Council of Bishops: UMC Bishops Ask United Methodists to pray for the 2026 COB Leadership Gathering
Webinare: www.resourceumc.org/en/churchwide/council-of-bishops-leadership-gathering
Der Autor
Dr. Maidstone Mulenga ist Pastor und Kommunikationsdirektor des Bischofsrats der EmK.
Übersetzung und Bearbeitung: Michael Löffler ist Theologischer Leiter der EmK-Kirchenkanzlei mit Sitz in Frankfurt am Main und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de






