VEF 2025: Wegweisende Beschlüsse und Jubiläum
Am 25. und 26. November 2025 trafen sich die Mitglieder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) in Burbach im Siegerland zu ihrer diesjährigen Herbsttagung. Vertreter der Mitgliedskirchen diskutierten aktuelle Themen und beschlossen Maßnahmen für die zukünftige Arbeit der VEF.
Zwei Jubiläen: Täufergedenken und VEF
Inhaltlich setzte sich die Tagung mit dem Täufergedenken 2025 auseinander. Anlässlich der ersten täuferischen Glaubenstaufe vor 500 Jahren erinnerten die Teilnehmenden an die Bedeutung täuferischer Impulse für viele Freikirchen. Im Mittelpunkt standen dabei Glaubens- und Gewissensfreiheit, die freiwillige Entscheidung zum Glauben sowie die Verantwortung der Gemeinden in Gesellschaft und Staat.
Auch die Vorbereitung des Jubiläums der VEF zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 2026 nahm breiten Raum ein. Geplant ist ein Festakt mit Gottesdienst und Empfang im April 2026 in Berlin-Schöneberg. Darüber hinaus soll eine Jahrestagung des Vereins für Freikirchenforschung stattfinden, die sich mit Geschichte und Zukunft der VEF befasst. Ergänzend erscheint ein Jubiläumsmagazin in gedruckter und digitaler Form.
Organisatorische Weichenstellungen
Ein zentraler Punkt war die Einrichtung einer Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt. Diese richtet sich vor allem an kleinere Gemeindebünde ohne eigene Strukturen. Eine Vereinbarung mit externen, unabhängigen Begleitpersonen bildet die Grundlage. Ziel ist ein professioneller Erstkontakt und verbindliche Verfahren für den weiteren Umgang. Neun Gemeindebünde schlossen sich an.
Die Mitgliederversammlung beschloss zudem die Einführung einer Geschäftsstellenleitung. Ab Januar 2026 übernimmt Pastorin Jasmin Jäger diese Rolle. Sie arbeitet seit Jahren in der VEF und war bisher nur für die Rundfunkarbeit zuständig. Künftig koordiniert sie zusätzlich die Geschäftsstelle und übernimmt Aufgaben in Organisation und Öffentlichkeitsarbeit.
EmK in der VEF
Bischof Werner Philipp und Pastor Stefan Kraft nahmen für die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) teil. Der deutsche Teil der EmK ist Mitglied der VEF und engagiert sich in ihr in kirchlichen und gesellschaftlichen Fragen. Innerhalb der VEF stimmt die EmK Positionen mit anderen ab und beteiligt sich an ökumenischen und öffentlichen Projekten. Die Beschlüsse in Burbach legten organisatorische und strukturelle Grundlagen für die weitere Arbeit der VEF.
Weiterführende Links
Berichterstattung zur Mitgliederversammlung auf vef.de
Wir über uns - VEF - Vereinigung Evangelischer Freikirchen
Der Autor
Michael Löffler ist Theologischer Leiter der EmK-Kirchenkanzlei mit Sitz in Frankfurt am Main und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de
Zur Information
Vereinigung Evangelischer Freikirchen
Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) ist ein Zusammenschluss evangelischer Freikirchen in Deutschland. Sie wurde im April 1926 gegründet, um die Zusammenarbeit der Freikirchen zu stärken und gemeinsame Anliegen in Kirche, Gesellschaft und Politik zu vertreten. Die VEF engagiert sich unter anderem in ökumenischen Dialogen, in ethischen und sozialpolitischen Fragen sowie in der Förderung kirchlicher Vernetzung.
Zur VEF gehören derzeit unter anderem folgende Kirchen und Gemeindebünde:
- Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG, Baptisten und Brüdergemeinden)
- Evangelisch-methodistische Kirche (EmK)
- Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG)
- Heilsarmee
- Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG)
- Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP)
- Kirche des Nazareners






