Klirrende Kälte und unsägliche Not
Angesichts der anhaltenden Kämpfe in der syrischen Provinz Idlib sind hunderttausende Menschen im Nordwesten Syriens auf der Flucht. Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, wendet sich an die Öffentlichkeit in Deutschland, um Unterstützung für die von vielfacher Not bedrohten Menschen bewirken zu können.
»Eine so große Fluchtbewegung innerhalb kürzester Zeit ist selbst in neun Jahren Syrien-Krieg beispiellos«, erklärt Keßler in einer angesichts der dramatischen Entwicklungen kurzfristig versandten Pressemeldung. Vor dieser Situation hätten humanitäre Helfer seit Monaten gewarnt. Das humanitäre Völkerrecht werde völlig missachtet, hunderttausende Menschen befänden sich in Todesangst und müssten fliehen. Die anhaltenden Kämpfe hinderten sie aber daran, sich in Sicherheit bringen zu können oder Unterstützung zu erhalten.
»Es droht eine riesige humanitäre Katastrophe«, warnt der Leiter der in Berlin ansässigen und von den evangelischen Kirchen gemeinsam getragenen Katastrophenhilfe. Im Laufe des Krieges hätten bereits hunderttausende Menschen in der Provinz Idlib Schutz gesucht. Jetzt würden sie sogar in Hausruinen kaum mehr Platz finden und müssten »bei klirrender Kälte« im Freien übernachten. »Um die Zivilbevölkerung nicht weiter unter den Kämpfen leiden zu lassen, dürfen die Kriegsparteien die Flucht nicht behindern«, fordert Keßler. Zudem müsse humanitären Organisationen der Zugang zu den Menschen in der Region ermöglicht werden.
Bildnachweis: Diakonie Katastrophenhilfe
Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.
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