Pfingsten: Feuer und Flamme am Filzteich
Am Pfingstsonntag kamen rund 300 Menschen aller Generationen auf der Freilichtbühne am Filzteich bei Schneeberg im Westerzgebirge zusammen. Der Filzteich gilt als eines der bekanntesten Naherholungsgebiete der Region. Die gemeinsame Feier wurde getragen von den EmK-Bezirken Bockau/Albernau, Kirchberg/Wilkau-Haßlau sowie Schneeberg und Zschorlau. Musikteams, Bläserchor, Chorsängerinnen und Chorsänger sowie viele weitere Personen gestalteten den Gottesdienst gemeinsam – mit Musik, Theater, Gebet und einem großen Picknick unter freiem Himmel.
Gottes Geist auf vielfältige Weise erfahren
Schon zu Beginn wurde deutlich: Dieses Pfingstfest sollte mehr sein als ein gewöhnlicher Gottesdienst. Bläserklänge eröffneten die Feier, ein großer Chor sang neue geistliche Lieder, Kinder gestalteten Szenen zum Pfingstgeschehen. Immer wieder ging es um die Frage, wie Menschen Gottes Geist erfahren – damals wie heute. Für die einen als kraftvolle Energie, »laut und brausend«, für andere als leises inneres Berührtwerden oder als neue Gemeinschaft.
Im Zentrum stand ein Anspiel rund um die Geschwister Ida und Mia, die das erste Pfingstfest verpasst haben und nun herausfinden wollen, was damals eigentlich geschah. Die Menschen, denen sie begegnen, erzählen von Sturm und Feuer, von neuer Freude, von Verständigung über Sprachgrenzen hinweg und von einer Gemeinschaft, in der Brot geteilt, Geschichten erzählt werden und Hoffnung geweckt wird. Besonders eindrücklich bleibt ein Satz des Vaters am Ende des Anspiels: »Das ist wahrscheinlich das größte Geheimnis: Gott ist wunderbar und groß und immer anders. Für manche ist er laut und brausend, für andere zart und leise. Manche tröstet er in Traurigkeit und manche lässt er tief im Herzen spüren, wie sehr er uns liebt. Gott lässt sich finden auf ganz unterschiedliche Weise.«
»Dieses Mehr war spürbar«
Pastor Lutz Rochlitzer griff diesen Gedanken in einem kurzen Impuls auf. Der Heilige Geist lasse Menschen ein »Mehr« erleben, sagte er. »Und wenn alles gut zusammenpasst, ist da dieses Mehr – man möchte gar nicht aufhören, diese Gemeinschaft zu erleben.« Dabei sei am Filzteich genau das spürbar geworden: Gemeinschaft, die verbindet, Glauben, der Menschen bewegt, und viele strahlende Gesichter.
Auch Pastorin Katrin Schneidenbach blickt dankbar auf den gemeinsamen Pfingstgottesdienst zurück und schreibt: »Die vielen positiven Rückmeldungen haben uns gezeigt, dass so besondere verbindende Gottesdienste allen gut tun.«
Gemeinschaft unter freiem Himmel
Nach dem Gottesdienst blieben viele Besucherinnen und Besucher noch lange rund um die Freilichtbühne am Filzteich zusammen. Auf Picknickdecken und Bänken wurde gegessen, erzählt und gelacht. Familien, Jugendliche und ältere Gemeindeglieder kamen miteinander ins Gespräch. Manche wagten später sogar den Sprung ins Wasser – bei strahlendem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen.
Kirche voller Hoffnung
Pfingsten am Filzteich machte erlebbar, was Kirche sein kann: offen, gemeinschaftlich, musikalisch und voller Hoffnung. Viele Besucherinnen und Besucher nahmen vor allem das Gefühl von Verbundenheit mit nach Hause. Pastorin Katrin Schneidenbach beschreibt die Atmosphäre des Tages so: »Die Augen leuchteten und ein Lachen lag auf den Gesichtern.« So wurde der Pfingstgottesdienst am Filzteich für viele zu einem Zeichen lebendiger Kirche – getragen von Gemeinschaft, Musik, Glauben und der Freude darüber, gemeinsam unterwegs zu sein.
Der Autor
Michael Löffler ist Theologischer Leiter der EmK-Kirchenkanzlei mit Sitz in Frankfurt am Main und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de






