Kirche des Nazareners wird ACK-Vollmitglied
Die Kirche des Nazareners ist im Rahmen der 258. Mitgliederversammlung, die am 17. und 18. März in Rastatt tagte, offiziell als Vollmitglied in die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) aufgenommen worden. Seit 2018 war die Kirche bereits Gastmitglied in der ACK und hat sich seitdem aktiv in die ökumenische Zusammenarbeit eingebracht.
Bedeutung der Vollmitgliedschaft
Mit der Aufnahme als Vollmitglied wird die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit nun auf eine neue Grundlage gestellt. Der Vorsitzende der ACK, Reverend Christopher Easthill, freut sich über die erfolgreiche Aufnahme der Kirche des Nazareners als ACK-Vollmitglied: »Mit dem Antrag auf Vollmitgliedschaft in der ACK hat die Kirche des Nazareners ihr klares Bekenntnis zur sichtbaren Einheit der Christen und ihr Engagement für ein verbindliches ökumenisches Miteinander in Deutschland unterstrichen. Die einstimmige Zustimmung aller bisher 19 stimmberechtigten Mitgliedskirchen ist ein ermutigendes Zeichen für die wachsende Ökumene in unserem Land«.
Stimmen aus der Kirche des Nazareners
Ingo Hunaeus, Bezirkssuperintendent der Kirche des Nazareners im deutschen Bezirk, erklärt: »Nun sind wir 8 Jahre als Gastmitglied in der ACK dabei. Wir haben uns von Anfang an sehr willkommen gefühlt und sind sehr dankbar für das offene und herzliche Miteinander und das ernsthafte Bemühen um sichtbare Einheit der Kirchen in unserem Land.«
Weiter betont Hunaeus die geistliche Dimension der ökumenischen Verbundenheit: »In unserer Kirchenordnung heißt es: ›Die Kirche des Nazareners bekennt sich dazu, ein Zweig der ‚einen, heiligen, universellen und apostolischen‘ Kirche Christi zu sein‹. Weil die Einheit dieser ›einen, heiligen, universellen und apostolischen Kirche‹ unserem Herrn Jesus Christus so wichtig war, muss sie auch uns als Kirche des Nazareners ein Herzensanliegen sein – und das ist sie auch!«
Profil der Kirche des Nazareners
Die Kirche des Nazareners ist eine evangelische Freikirche in der Tradition der Heiligungsbewegung. In Deutschland gehören rund 20 Gemeinden mit etwa 1.100 Mitgliedern zur Kirche. Weltweit ist sie in über 165 Ländern vertreten und zählt rund 2,7 Millionen Mitglieder. Gottesdienst, persönliche Nachfolge Jesu, Heiligung des Glaubenslebens sowie Evangelisation und diakonisches Engagement prägen das Gemeindeverständnis.
Der Autor
Pastor Jens D. Haverland ist evangelischer Referent und Beauftragter für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der ACK. Kontakt: jens.haverland(at)ack-oec.de
Zur Information
Kirche des Nazareners
Die Wurzeln der Kirche des Nazareners liegen in der Theologie John Wesleys (1703–1791), eines anglikanischen Geistlichen, der die methodistische Bewegung wesentlich mitgründete, zu der die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) gehört. Die Kirche des Nazareners versteht sich allerdings nicht als methodistisch, sondern als Teil der Heiligungsbewegung, die sich ab den 1830er-Jahren in Nordamerika entwickelte. 1908 wurde die Kirche des Nazareners durch Vereinigung dreier Kirchen gegründet. Ihr hauptsächlicher Gründer und erster Generalsuperintendent war Phineas Bresee (1838–1915), ein ehemaliger Pastor der Bischöflichen Methodistenkirche, einer Vorgängerkirche der EmK. Wie die EmK ist die Kirche des Nazareners Mitglied im Weltrat methodistischer Kirchen, einem Zusammenschluss von Kirchen der methodistischen und wesleyanischen Tradition und mit ihnen verbundener vereinigter und unierter Kirchen.
Weitere Information: www.kirchedesnazareners.de
ACK in Deutschland
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) wurde am 10. März 1948 von fünf Kirchen gegründet. Im Jahr 2026 gehören ihr zwanzig Kirchen unterschiedlicher Traditionen an, weitere fünf Kirchen sind Gastmitglieder und fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Schwerpunkte der Arbeit der ACK sind die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie das gemeinsame Gebet und der Kontakt zu anderen ökumenischen Organisationen. Die ACK gestaltet dazu unter anderem den jährlichen zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen, sie richtet den Ökumenischen Tag der Schöpfung aus, und auch die Vergabe des Ökumenepreises der ACK liegt in ihren Händen. Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter entsenden Delegierte in die Mitgliederversammlung, die zweimal im Jahr zusammenkommt. Seit März 2025 ist der anglikanische Priester aus Wiesbaden, Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, die »Ökumenische Centrale«, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main: www.oekumene-ack.de






