Internationale Gemeindearbeit Von Irene Kraft  | 

»The Emmanuel Methodist Church, Hannover, is born«

Vor einem Kircheneingang stehen etwa zwei Dutzend Menschen, mehrheitlich Frauen. Einige von ihnen schauen in die Kamera. Viele von ihnen sind einheitlich gekleidet. Auf ihrer Kleidung steht der Name ihrer heimatlichen Kirche: Methodist Church Ghana.
Die ghanaische Emmanuel-Gemeinde in Hannover hat sich formiert. Am 20. Juli war das Gründungsfest. Ebenezer Mensah (vordere Reihe, in der Bildmitte rechts), ist als Pastor von Hamburg aus für die Gemeinde in Hannover zuständig. Links neben ihm Superintendentin Irene Kraft.
Bildnachweis: Emmanuel Enu Obeng
Mit einem fröhlichen Gründungsfest feierte die ghanaische Emmanuel-Gemeinde in Hannover ihren Start. Die Anfänge der Arbeit liegen dreißig Jahre zurück.
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Vor einer Woche, am Sonntag, dem 20. Juli, fand der Gottesdienst zur offiziellen Gründung der ghanaischen Emmanuel-Gemeinde in Hannover statt. Sie gehört zum Ghanaischen Bezirk Hamburg und ist Teil der Methodistischen Kirche Ghana. In Deutschland ist sie der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) angegliedert und in die kirchlichen Strukturen integriert.

Die aktuell aus rund sechzig Kirchengliedern bestehende Gemeinde feierte ausgelassen und fröhlich das Gründungsfest. Aus Hamburg war eine große Gruppe der ghanaischen Gemeinde mit dabei. Ebenezer Mensah, der für den Ghanaischen Bezirk Hamburg zuständige Pastor, ist dankbar dafür, dass die Gründungsarbeit inzwischen stabil und selbsttragend ist. Unter diesen Voraussetzungen konnte die Bezirkskonferenz, das Leitungsgremium des Ghanaischen Bezirks Hamburg, den bisherigen Predigtplatz in Hannover in den Status einer Gemeinde erheben. Irene Kraft, die noch für den Distrikt zuständige Superintendentin, erklärte am Ende der Gründungsliturgie feierlich: »Brothers and Sisters, the Emmanuel Methodist Church, Hannover, is born!« – Brüder und Schwestern, die ghanaische methodistische Emmanuel-Gemeinde in Hannover ist geboren!

Die Anfänge der Gemeinde liegen schon fast dreißig Jahre zurück. Damals entstanden von Hamburg aus erste Kontakte zu ghanaischen Methodisten in Hannover. Bis heute gibt es in der evangelisch-methodistischen Johanneskirche in Hannover eine Gruppe ghanaischer Herkunft, die in die Arbeit der deutschen Gemeinde gut integriert ist. Trotz der guten Verbindungen bleibt es für viele Personen aus Ghana wichtig, Gottesdienste nach ihrer eigenen Tradition und in ihrer eigenen Sprache zu feiern. Damit begann vor fast zehn Jahren offiziell die Arbeit der Emmanuel-Gemeinde in Hannover als Predigtplatz des Ghanaischen Bezirks Hamburg. Nach Anfängen in einer Schule nutzt die wachsende Gemeinde seit einigen Jahren das Gebäude der landeskirchlichen evangelisch-lutherischen Kirche St. Nicolai für ihre Gottesdienste, wo jetzt auch das Gründungsfest stattfand. 

Die Autorin

Irene Kraft ist Pastorin der Evangelisch-methodistischen Kirche. Als Superintendentin war sie zehn Jahre lang für den Distrikt Hamburg der Norddeutschen Jährlichen Konferenz zuständig. Bis zur offiziellen Übergabe des Amtes an den Nachfolger nimmt sie die Amtsgeschäfte noch wahr. Kontakt über: oeffentlichkeitsarbeit@emk.de.  

Zur Information

Die Methodistische Kirche Ghana
1835 kam der erste Missionar der Wesleyanischen Methodisten aus Großbritannien nach Ghana in die Küstenregion. Thomas Birch Freeman trug wenige Jahre später den Wesleyanischen Methodismus ins Hinterland und weitete über einige Jahrzehnte die Arbeit stark aus. Etwa ab 1910 evangelisierten die Wesleyanischen Methodisten im Norden des westafrikanischen Landes, doch bis zu einem bescheidenen Erfolg dauerte es bis in die Mitte der 1950er-Jahre. 1961 wurde aus einem Distrikt der Methodistischen Kirche in Großbritannien die eigenständige Methodistische Kirche Ghana. Im Jahr 2000 wurde das Bischofsamt eingeführt, das es vorher nach britischem Vorbild nicht gab.
Website der Methodist Church Ghana (Englisch): methodistchurch.org.gh