»Hoffnung unterwegs«
Mit dieser Initiative möchte Bischof Werner Philipp Hoffnung sichtbar machen. Unter dem Titel »Hoffnung unterwegs« wird er in den kommenden Jahren Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in allen drei Konferenzgebieten in Deutschland besuchen. Dabei geht es nicht um festliche Jubiläen oder besondere Anlässe, sondern um Begegnungen mitten im Gemeindeleben – dort, wo Kirche im Alltag geschieht.
Hoffnung in Köpfen, Herzen und Händen
Das Ziel der Aktion ist Hoffnung zu säen – in Köpfe, Herzen und Hände. Bei jedem Besuch pflanzt der Bischof gemeinsam mit der Gemeinde einen Apfelbaum. Dieses Symbol erinnert an Gottes Wirken: klein beginnend, wachsend, Frucht tragend. »Ein Baum braucht Geduld, Fürsorge und Vertrauen«, sagt Bischof Philipp. »So ist es auch mit der Hoffnung. Gott schenkt den Samen, und wir dürfen ihn pflegen.«
Ein Logo, das spricht
Das Logo der Aktion hat Johannes Fritz aus der EmK in Brombach im Taunus gestaltet. Der Bogen der Evangelisch-methodistischen Kirche überspannt das Motiv als Zeichen von Bewegung und Gemeinschaft. Der Hirtenstab erinnert an Leitung und Fürsorge.
In den drei Bildfeldern zeigt sich der Weg der Hoffnung: die öde Scholle als Wüste, das Gießen als Pflege und Wachsen neuen Lebens. So wird sichtbar, was »Hoffnung unterwegs« bedeutet – Hoffnung, die wächst und Frucht bringt. Diese Hoffnung ist keine vage Zuversicht, sondern gründet im Kreuz Jesu Christi – dort, wo Leid und Tod nicht das letzte Wort haben.
Aus dem Sterben und der Auferstehung Jesu erwächst jene lebendige Hoffnung, die Kraft zum Aufstehen und Weitergehen schenkt.
Die Wurzeln der Idee
Die Initiative entstand aus der Antrittspredigt von Bischof Philipp im Februar diesen Jahres. Dort sprach er über das Wirken Gottes, das oft unscheinbar beginnt – und doch Leben verändert. Ausgehend von Jesaja 43,19 (»Erkennt ihr es nicht?«) rief er dazu auf, offen zu bleiben für das Neue, das Gott tun will. »Vielleicht ist es jetzt noch nicht zu spüren«, sagte er damals,
»aber Gott ist bereits am Werk. Er lässt Hoffnung keimen, wo wir keine Zukunft sehen.« Diese Zusage steht im Zentrum von Hoffnung unterwegs: Gott handelt – still, stetig und überraschend.
Erste Stationen
Der Auftakt findet am 7. Dezember, dem 2. Advent, in Flensburg statt. Es folgen Besuche in Wangen/Allgäu und Thalheim. Damit sind von Beginn an alle drei Konferenzgebiete beteiligt – ein Prinzip, das auch künftig beibehalten werden soll.
Auswahl mit Los und Plan
Das Verfahren ist bewusst einfach: Für jedes Konferenzgebiet gibt es einen Lostopf. Aus diesen werden abwechselnd Bezirke gezogen, in denen ein Besuch stattfindet. Ziel ist es, monatlich eine Gemeinde zu besuchen – quer durch Deutschland.
Hoffnung weitergeben
Bischof Philipp beschreibt seine Motivation so: »Hoffnung ist kein zarter Traum, der nur an hellen Tagen existiert. Sie ist Gottes leuchtendes Geschenk für die Nacht. Wenn wir sie weitergeben, wird sie wie ein wärmendes Feuer, das stärker wird. Sie lässt selbst Mauern bröckeln, die unerschütterlich schienen. Auf die Nacht folgt der Morgen – und auf Karfreitag die Auferstehung.«
Mit Hoffnung unterwegs will der Bischof Menschen ermutigen, diese Hoffnung zu leben – im Vertrauen darauf, dass Gott Neues wachsen lässt. Sie wurzelt im Kreuz, sie blüht in der Auferstehung – und sie bleibt unterwegs, wo immer Menschen sich von Christus bewegen lassen.
Dieser Beitrag ist erstmals im Magazin »unterwegs« der EmK erschienen (Ausgabe 23/2025 vom 16. November 2025, Seite 8).
Weiterführende Links
www.emk.de/meldung/das-neue-beginnt-zu-spriessen
www.emk.de/kirche/kirchliche-zeitschriften-verlag-und-versand
Der Autor
Michael Löffler ist Theologischer Leiter der EmK-Kirchenkanzlei mit Sitz in Frankfurt am Main und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de






