Ostdeutsche Konferenz Von Stephan Ringeis (par)  | 

»Ja! Ich will. Gott helfe mir.«

Eine Kirche mit Turm und Turmuhr steht an einer ampelgeregelten Kreuzung und eines Platzes mit grün belaubten Bäumen. Die Sonne scheint am wolkenlosen Himmel. In dieses Foto ist ein Teil des Plakats zur diesjährigen Konferenztagung montiert.
Die Erlöserkirche in Plauen ist Gastgeberin der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz 2026 unter dem Motto »Ja! Ich will. Gott helfe mir.«
Bildnachweis: OJK
Die Ostdeutsche Jährliche Konferenz tagt vom 4. bis 7. Juni im westsächsischen Plauen.
3 Minuten

Die Ostdeutsche Jährliche Konferenz, das für den südlichen Osten Deutschlands zuständige Kirchenparlament der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), tagt in diesem Jahr im vogtländischen Plauen. Für die Tagung von Donnerstag bis Sonntag, 4. bis 7. Juni, lautet das Motto »Ja! Ich will. Gott helfe mir.«. Trotz eines sehr ehrgeizigen Zeitbudgets soll ausreichend Zeit für Debatten und geistliche Impulse zur Verfügung stehen. Unverzichtbar ist darüber hinaus ein vielfältiges Programm, das die Konferenztagung am Wochenende zu einem Konferenzgemeindetag werden lässt.

»Ja! Ich will. Gott helfe mir.«

Das diesjährige Motto der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz wurde inspiriert durch eine gute Tradition der Methodistischen Kirche in Großbritannien. Am Ende der Geschäftssitzungen einer Konferenztagung versprechen dort alle Konferenzmitglieder die getätigten Beschlüsse mitzutragen und zu vertreten: »Ja! Ich will. Gott helfe mir.«. Noch ist in Vorbereitung, wie dieser Ritus, der das Verständnis einer »Holy Conference« unterstreicht, im Rahmen der diesjährigen Tagung der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz umgesetzt werden soll. Zu tun hat dieses gemeinsame Versprechen aber viel mit dem, was Gegenstand der Diskussionen und Verhandlungen sein wird.

»Du stellst unsere Füße auf weiten Raum.«

Im Spätherbst erreichte alle Gemeinden ein mehrseitiges Informationsblatt zu den Veränderungsprozessen im gesamten Konferenzgebiet. Unter dem Motto »Du stellst unsere Füße auf weiten Raum – Eine Konferenz kann sich bewegen« betonte Superintendent Thomas Roscher (Distrikt Zwickau), dass es ums »Ganze« gehe und unterstrich dabei, dass die Konferenz mit ihren Bezirken und Gemeinden wieder viel mehr vom »Ganzen« der Kirche her denken müssen. Der Bericht der Superintendenten wird diesen Gedanken aufnehmen und dabei die vielfältigen Transformationsprozesse, die Bezirke und Gemeinden derzeit durchlaufen, in den Blick nehmen. »Auch die Dienstgemeinschaft der hauptamtlich Mitarbeitenden erlebt diese Veränderungen als eine stetige Herausforderung« sagt Mitja Fritsch, Superintendent vom Distrikt Dresden. Der Bericht würde unter anderen auch diesen Blickwinkel einnehmen und reflektieren.

Suche nach finanziellen Spielräumen

Die Geschäftssitzungen werden neben dem Bericht der Superintendenten einen Schwerpunkt bei den Konferenzfinanzen finden. Die Konferenz wird sich mit einem Grundsatzpapier der zuständigen Kommission auseinandersetzen und damit auch die Perspektiven für die nächsten Jahre bedenken. Es gehe dabei auch um Spielräume, heißt es in dem Papier. Denn eine Konferenz könne sich nur bewegen, wenn Spielräume vorhanden sind und die Reibungsverluste nicht zu groß werden. In den so genannten Kooperationsräumen finden zurzeit mehrere Bezirken zusammen und versuchen gemeinsame tragfähige Arbeitsformen zu strukturieren. Dabei gehe es auch um das Thema Immobilien und einen sinnvollen Einsatz der Pastoren und aller hauptamtlich Mitarbeitenden.

Aus guter Tradition: »Konferenzgemeindetag«

Am Konferenz-Samstag und -Sonntag wird in guter Tradition zu einem Konferenzgemeindetag für alle Generationen mit vielen Angeboten eingeladen. Dazu gehören der Gottesdienst des Frauenwerkes (Samstag, 14 Uhr, Pfarrei Herz Jesu Plauen) und die Jugendkonferenz (Samstag ab 14:30 Uhr, rund um die Markuskirche). Am Sonntag wird Bischof Werner Philipp im Vormittagsgottesdienst mit dem Thema »Berufen sein - ein Ja finden« die Predigt halten (10 Uhr, Erlöserkirche). Nach der Kinderkonferenz (ab 10 Uhr, Pauluskirche) beschließt der Sendungsgottesdienst das Konferenzgeschehen (14:30 Uhr, Erlöserkirche). Rund um die Erlöserkirche Plauen lädt zwischen den Gottesdiensten ein »Markt der Möglichkeiten« zur Begegnung ein.

Gastgeber sind die Gemeinden des Vogtlands

Für die Konferenzorganisation haben sich die Gemeinden der Vogtlandregion zusammengetan. Die Konferenzgastgeber erinnern auf der Konferenzhomepage: »Der Bau der Erlöserkirche in Plauen war für die Umgebung ein ›Ja‹, eine Zukunft. Nach der Zerstörung im Krieg war es das erste bzw. eines der ersten neu errichteten Gebäude in Plauen. Mitten im Schutt und in der Zerstörung entstand etwas Neues, ein ›Ja‹ zur Zukunft, zur Hoffnung. 1954 wurde die Erlöserkirche eingeweiht.« Veränderungsprozesse benötigen Glaubensmut, der auch in schwierigsten Situationen nach vorn schauen und das Leben gestalten lässt. Dazu will die Ostdeutsche Jährliche Konferenz zu ihrer Tagung in Plauen gestärkt werden.

 

Weiterführende Links

Homepage der OJK 2026: www.emk-ojk.de/ojk2026/ojk2026-home
Programm, Zeiten und Orte der Konferenzveranstaltungen: www.emk-ojk.de/ojk2026/ojk2026-programmablauf

Der Autor

Stephan Ringeis ist Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit und Rundfunkarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche für die Ostdeutsche Jährliche Konferenz. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit.ojk(at)emk.de

Zur Information

Die Ostdeutsche Jährliche Konferenz ist ein Kirchenparlament der Evangelisch-methodistischen Kirche. Ihr Gebiet umfasst die Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt und gliedert sich in die Distrikte Zwickau und Dresden. Das Parlament hat rund 160 Mitglieder. Es ist zuständig für rund 100 Gemeinden in rund 40 Bezirken mit rund 10.100 Kirchengliedern und Kirchenangehörigen (Stand: 31.12.2025).