NJK 2026 Von Michael Löffler  | 

NJK endet mit einem Zeichen der Hoffnung

Das Bild ist eine Collage aus fünf Fotos mit unterschiedlichen Impressionen.
Katrin Schinkel und Markus Sochocki wurden im Abschlussgottesdienst der NJK 2026 in Braunfels zu Ältesten (Pastoren) der Evangelisch-methodistischen Kirche ordiniert.
Bildnachweis: Michael Putzke, Unterwegs
Gottes Geist öffnet Türen: Die NJK endet mit einem bewegenden Ordinationsgottesdienst und einem starken Zeichen der Zuversicht.
2 Minuten

Mit der Ordination von Katrin Schinkel und Markus Sochocki setzte die Norddeutsche Jährliche Konferenz (NJK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) ein sichtbares Zeichen der Hoffnung und Ermutigung. Der festliche Abschlussgottesdienst am Sonntag, dem 31. Mai 2026, im »Haus des Gastes« in Braunfels stand ganz im Zeichen von Sendung, Vertrauen und geistlichem Aufbruch. »Gemeinde in stürmischen Zeiten – Abbruch. Umbruch. Aufbruch« lautete das Thema der diesjährigen Tagung. Es prägte auch die Predigt von Bischof Werner Philipp und den Abschlussgottesdienst.

Christus kommt durch verschlossene Türen

In seiner Predigt über die Verse 19 bis 23 im 20. Kapitel des Johannesevangeliums richtete der Bischof den Blick auf die Jünger Jesu am Abend des Ostertages. Aus Angst und Verunsicherung hatten sie sich nach dem Tod Jesu hinter verschlossenen Türen zurückgezogen. Mitten in diese Situation hinein begegnet ihnen der auferstandene Christus und spricht ihnen Frieden zu. Gerade darin liege eine starke Botschaft für die Kirche in Zeiten des Wandels. »Für den Auferstandenen gibt es keine verschlossenen Türen«, sagte Philipp. Jesus warte nicht darauf, dass Menschen ihre Ängste überwinden. Er komme selbst mit seinem Frieden in Räume, die von Sorge, Rückzug oder Ratlosigkeit geprägt seien.

Die johanneische Ostererzählung beschrieb der Bischof zugleich als ein »anderes Pfingsten«. Gottes Geist wirke nicht erst unter idealen Bedingungen, sondern mitten im Alltag, in Unsicherheit und menschlicher Begrenztheit. Nicht menschliche Stärke trage die Kirche, sondern die Gegenwart Christi selbst.

Ordination und Sendung

Bereits zu Beginn des Gottesdienstes bekannten Katrin Schinkel und Markus Sochocki ihren Glauben und erklärten ihre Bereitschaft zum Dienst als Älteste der Kirche. In den Ordinationsfragen verpflichteten sie sich, das Evangelium zu verkündigen, Menschen in die Nachfolge Jesu einzuladen und ihren Dienst in Verantwortung vor Gott und der Kirche auszuüben.

Bei der Segnung legte Bischof Werner Philipp den beiden die Hände auf und bat um das Wirken des Heiligen Geistes für ihren weiteren Dienst. Die Gemeinde sagte den Neuordinierten ihre Fürbitte und Unterstützung zu.

In seiner Predigt erinnerte der Bischof daran, dass christlicher Dienst aus dem Empfangen lebe. Erst komme der Friede Gottes, dann die Sendung. Pastoraler Dienst schöpfe seine Kraft nicht aus dauernder Aktivität, sondern aus der Verwurzelung in Christus.

Hoffnung für Kirche und Gesellschaft

Philipp machte deutlich, dass der Dienst Ordinierter immer auf Menschen ausgerichtet sei: versöhnend, zugewandt sowie aufmerksam für Fragen von Gerechtigkeit, Frieden und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Kirche sei berufen, Gottes Liebe sichtbar zu machen und Menschen die befreiende Hoffnung des Evangeliums zuzusprechen.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von einer Band aus Pastorinnen und Pastoren gestaltet. Liturgisch wirkten neben dem Bischof unter anderem Superintendent Holger Sieweck, Konferenzsekretär Marco Alferink sowie Dieter Klotz als Vertreter der Konferenzdelegierten mit.

Mit dem festlichen Ordinations- und Sendungsgottesdienst endete die Norddeutsche Jährliche Konferenz 2026 in Braunfels. Die nächste Tagung der NJK findet vom 8. bis 11. April 2027 in Hamburg statt.

Der Autor

Michael Löffler ist Theologischer Leiter der EmK-Kirchenkanzlei mit Sitz in Frankfurt am Main und Pressesprecher für die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de

Zur Information

Die Norddeutsche Jährliche Konferenz ist ein Kirchenparlament der Evangelisch-methodistischen Kirche. Ihr Gebiet umfasst die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie Teile von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das Kirchenparlament hat rund 120 Mitglieder. Es ist zuständig für rund 80 Gemeinden.